Kurzantwort

Restaurant-Marketing ist dann erfolgreich, wenn es Reservierungen, Laufkundschaft zu schwachen Zeiten und eigene Bestellungen bringt – nicht nur Likes. Die Basis bildet ein vollständiges Google-Unternehmensprofil mit Speisekarte und Reservierungslink. Darauf bauen regelmäßige Reels, Anlässe wie Mittagstisch und Events, ein ehrlicher Umgang mit Bewertungen, ein bewusster Mix aus Lieferplattform und eigener Bestellung sowie wenige, klar gemessene Kennzahlen.

Wie Gäste heute ein Restaurant auswählen

Die Entscheidung fällt oft in Minuten: Jemand sucht „Italiener in der Nähe“, sieht auf Google Maps drei Optionen, schaut Fotos, Bewertungen und Speisekarte an – und tippt auf „Reservieren“ oder „Route“. Andere entdecken ein Lokal über ein Reel, speichern es und kommen am Wochenende. Für Gastronomen bedeutet das: Wer an diesen Stellen unvollständig, veraltet oder unsichtbar ist, verliert Gäste, ohne es zu merken.

Unser Ansatz für Restaurants folgt deshalb einer einfachen Reihenfolge: zuerst die Stellen reparieren, an denen sich Gäste entscheiden, dann Reichweite aufbauen, dann gezielt verstärken.

Das Google-Unternehmensprofil: Ihr wichtigstes Schaufenster

Google bietet Restaurants im Unternehmensprofil eigene Funktionen an: eine Speisekarte über den Menüeditor mit Abschnitten, Gerichten, Beschreibungen und Preisen, einen Speisekarten-Link, Reservierungen direkt oder über unterstützte Anbieter sowie Optionen für Online-Bestellungen (Google-Hilfe für Restaurants). Viele Betriebe nutzen davon nur einen Bruchteil.

  • Öffnungszeiten inklusive Küchenzeiten, Ruhetagen und Sonderöffnungszeiten stimmen
  • Speisekarte im Profil gepflegt – nicht nur ein veraltetes PDF-Foto
  • Reservierungslink führt direkt zur Tischbuchung
  • Bestell-Link: bevorzugter Anbieter oder eigene Bestellseite festgelegt
  • Attribute gepflegt: Terrasse, vegetarische Optionen, barrierefreier Zugang, Hunde erlaubt
  • Aktuelle Fotos von Gerichten, Innenraum, Außenbereich und Eingang
  • Beiträge für Mittagstisch, Saisonkarte und Events

Wie Sie das Profil Schritt für Schritt aufbauen, lesen Sie in unserem Beitrag Google-Unternehmensprofil optimieren.

Reservierungs- und Bestellwege: weniger Hürden, mehr Gäste

Jeder zusätzliche Schritt kostet Buchungen. Wer nur telefonisch reserviert und in Stoßzeiten nicht abnimmt, verliert gerade die spontanen Gäste. Gleichzeitig muss nicht jedes Restaurant jede Option anbieten – entscheidend ist, was zu Konzept und Team passt.

WegStärkeSchwächePasst zu
TelefonPersönlich, flexibelIn Stoßzeiten kaum erreichbarKleine Betriebe, Stammgäste
Online-ReservierungssystemRund um die Uhr, weniger TelefonGebühren, Pflege der KapazitätenRestaurants mit Tischrotation
Messenger (z. B. WhatsApp)Niedrige Hürde, GruppenanfragenMuss zeitnah beantwortet werdenEvents, Gruppen, Catering
LieferplattformReichweite, NeukundenProvision, Kundendaten gehören der PlattformNeueinsteiger im Liefergeschäft
Eigene BestellseiteMarge, direkter Kontakt, StammkundenbindungBraucht eigene SichtbarkeitBetriebe mit treuer Stammkundschaft

Wie Messenger im Alltag sinnvoll organisiert werden, beschreiben wir im Beitrag WhatsApp Business für Unternehmen.

Lieferplattform oder eigene Bestellung?

Die Frage ist selten „entweder – oder“. Plattformen sind ein guter Kanal, um neue Gäste zu gewinnen. Wer aber dauerhaft den Großteil seiner Bestellungen darüber abwickelt, zahlt bei jeder Bestellung Provision und hat keinen direkten Kontakt zu den Kunden. Ein bewährtes Muster: Neukunden über die Plattform gewinnen, mit der ersten Lieferung einen Hinweis auf die eigene Bestellseite beilegen und Stammgäste über eigene Kanäle bedienen. Prüfen Sie dabei die Vertragsbedingungen Ihrer Plattform, etwa zu Preisgleichheit. Für die eigene Bestellseite gelten außerdem Informationspflichten, unter anderem zu Allergenen.

Instagram und TikTok: Reels, die Hunger machen

Kurzvideos sind für die Gastronomie der natürliche Kanal. Das Problem ist selten die Idee, sondern die Regelmäßigkeit neben dem Tagesgeschäft. In unserer Betreuung für Social-Media-Marketing setzen wir deshalb auf feste Formate, die sich schnell produzieren lassen:

  • Vom Pass auf den Tisch: 10 Sekunden Anrichten, ein Satz zum Gericht.
  • Hinter der Theke: Wer kocht, wer mixt, woher kommen die Zutaten?
  • Der Mittagstisch der Woche: jeden Montag dasselbe Format, mit Preis und Zeiten.
  • Gästefragen beantworten: „Gibt es das auch vegan?“ – als kurzes Video.
  • Event-Countdown: Weinabend, Live-Musik, Saisonstart – drei Posts vorher, einer danach.
  • Gäste-Inhalte teilen: mit Erlaubnis der Urheber und Nennung.

Für die Produktion – vom Drehplan bis zum Schnitt – bieten wir Content-Videos an. Musik in Reels sollte lizenziert bzw. aus der Plattform-Bibliothek für gewerbliche Konten stammen, und Gäste im Bild brauchen eine Einwilligung.

Volle Wochenenden, leere Dienstage?

Schreiben Sie uns, welche Tage und Uhrzeiten schwach laufen, wie Gäste heute reservieren und welche Kanäle Sie schon nutzen. Wir antworten mit einem ersten Plan, wie sich das gezielt angehen lässt.

Anlässe schaffen: Mittagstisch, Events und Saison

Restaurants profitieren besonders von Anlässen mit Datum, weil sie einen Grund geben, jetzt zu kommen. Statt allgemeiner Imagewerbung planen wir Kampagnen rund um konkrete Angebote:

  1. Mittagstisch: wöchentliche Karte im Google-Profil, auf Instagram und auf einer eigenen Website-Seite, die gezielt bei Suchen nach „Mittagstisch in der Nähe“ gefunden werden kann.
  2. Events: eigene Landingpage mit Datum, Ablauf, Preis und Reservierung; Anzeigen im Umkreis ein bis zwei Wochen vorher.
  3. Saisonkarte: Spargel, Pilze, Wild, Weihnachtsmenü – mit Vorlauf und klarer Buchungsoption.
  4. Gruppen und Feiern: Seite für Firmenfeiern, Geburtstage und Weihnachtsfeiern mit Kapazität und Anfrageformular.
  5. Schwache Zeiten: Angebote für Wochentage oder frühe Abende gezielt dort bewerben, wo Gäste in der Nähe suchen.

Für bezahlte Reichweite nutzen wir lokale Kampagnen über die Google-Ads-Betreuung und Meta-Anzeigen im Umkreis. Was Klicks kosten und wovon das abhängt, erläutert der Beitrag Google Ads Kosten.

Bewertungen: ehrlich sammeln, souverän antworten

Bewertungen entscheiden in der Gastronomie stärker als in fast jeder anderen Branche. Gleichzeitig sind sie anfällig für Fehler, die teuer werden können.

  • Gäste aktiv um Feedback bitten – per QR-Code auf der Rechnung oder am Tisch, an alle gleich
  • Keine Gegenleistung wie Gratis-Dessert für eine Bewertung, keine gekauften Rezensionen
  • Jede Bewertung beantworten, kritische zuerst
  • Konkrete Kritik intern nutzen: Wartezeit, Temperatur, Freundlichkeit
  • Falsche oder beleidigende Bewertungen sachlich melden statt öffentlich streiten

Website und Sichtbarkeit in der Suche

Die Website eines Restaurants ist kein Selbstzweck. Sie muss mobil schnell laden, die aktuelle Speisekarte als Text (nicht nur als Bild-PDF) zeigen, Reservierung und Bestellung in einem Klick erreichbar machen und Öffnungszeiten, Anfahrt und Allergeninformationen bereithalten. Mit unseren Website-Leistungen und gezielter Suchmaschinenoptimierung sorgen wir dafür, dass Ihr Lokal bei Suchen nach Küche, Anlass oder Gericht auftaucht – zunehmend auch in KI-gestützten Antworten, wie wir unter SEO für KI-Suchmaschinen erklären.

Kennzahlen, die wirklich zählen

KennzahlWoherWarum wichtig
Reservierungen nach QuelleReservierungssystem, Google-Profil, WebsiteZeigt, welcher Kanal Tische füllt
Routen- und AnrufklicksGoogle-UnternehmensprofilIndikator für Laufkundschaft
Eigene Bestellungen vs. PlattformKasse, BestellsystemMarge und Unabhängigkeit
Auslastung schwacher ZeitenKasseErfolg gezielter Aktionen
Bewertungsschnitt und -anzahlGoogle, weitere PortaleLangfristiger Vertrauensfaktor

Wo möglich, verbinden wir diese Werte mit sauberem Conversion-Tracking für Reservierungs- und Bestellklicks, natürlich mit Einwilligungsmanagement nach DSGVO.

Ein angenommenes Rechenbeispiel

Die Zahlen sind frei angenommen und dienen nur der Veranschaulichung. Ein Restaurant verkauft dienstags im Schnitt 30 Gedecke, an anderen Tagen 60. Eine Wochentags-Aktion mit Anzeigen im Umkreis kostet 300 € im Monat. Kommen dadurch an vier Dienstagen jeweils 12 zusätzliche Gäste mit einem angenommenen Durchschnittsbon von 35 €, entstehen 1.680 € Mehrumsatz – ob sich das rechnet, entscheidet der Wareneinsatz und ob ein Teil der Gäste wiederkommt.

Nicht jedes Konzept braucht dasselbe Marketing

Ein Café mit Laufkundschaft, ein Fine-Dining-Restaurant und ein Lieferimbiss gewinnen ihre Gäste auf völlig unterschiedlichen Wegen. Die Übersicht zeigt, wo wir jeweils den Schwerpunkt setzen würden.

KonzeptWichtigster HebelSchwerpunkt-KanalZentrale Kennzahl
Café, Bäckerei-Café, FrühstückSichtbarkeit im direkten UmfeldGoogle Maps, Instagram-StoriesRoutenklicks, Wochenendauslastung
Casual Dining, BistroAnlässe und MittagstischGoogle-Profil, Reels, lokale AnzeigenReservierungen, Mittagsgäste
Fine DiningErlebnis, Reputation, VorlaufWebsite, Instagram, BewertungenReservierungen mit Vorlauf, Gruppenanfragen
Liefer- und AbholkonzeptBestellhäufigkeitEigene Bestellseite, Plattform, Google-Bestell-LinkAnteil eigener Bestellungen, Wiederbestellrate

Stammgäste binden statt nur neue suchen

Neue Gäste zu gewinnen ist aufwendiger, als bestehende wiederzuholen. Mit Einwilligung gesammelte Kontakte – etwa über einen Newsletter, ein Messenger-Abo für den Mittagstisch oder eine Kundenkarte – erlauben es, gezielt zu Saisonstarts oder Events einzuladen. Wichtig ist, dass die Einwilligung nach DSGVO sauber dokumentiert ist und Nachrichten selten, aber relevant bleiben: lieber eine gute Einladung im Monat als drei Werbenachrichten pro Woche.

Typische Fehler im Restaurant-Marketing

  • Speisekarte nur als unscharfes Foto oder veraltetes PDF
  • Feiertags- und Urlaubszeiten nicht im Google-Profil gepflegt
  • Viel Reichweite, aber kein Reservierungslink im Instagram-Profil
  • Komplette Abhängigkeit von einer Lieferplattform
  • Erfolg an Followern statt an Reservierungen gemessen

So arbeiten wir bei ZED

ZED ist eine Remote-Agentur ohne Büro im DACH-Raum. Wir arbeiten mit Gastronomiebetrieben aus der Ferne und stimmen uns per WhatsApp und Telefon ab. Videomaterial drehen Sie oder Ihr Team nach unseren Drehplänen; Schnitt, Planung, Anzeigen und Auswertung übernehmen wir.

  1. Check: Google-Profil, Website, Social-Kanäle, Reservierungs- und Bestellwege.
  2. Prioritäten: Welche Tage, Anlässe oder Bestellwege sollen wachsen?
  3. Grundlagen reparieren: Profil, Speisekarte, Links, Tracking.
  4. Content-Rhythmus: feste Formate und Drehplan, der in den Service-Alltag passt.
  5. Verstärken und messen: lokale Anzeigen zu Anlässen, monatliche Auswertung nach Reservierungen und Bestellungen.

Wir versprechen keine bestimmte Gästezahl. Wir zeigen Ihnen transparent, welche Maßnahmen welche Wirkung haben.

Fragen aus der Gastronomie

Was macht eine Marketing-Agentur für Restaurants?

Sie sorgt dafür, dass Ihr Restaurant gefunden, ausgewählt und gebucht wird: Google-Unternehmensprofil mit Speisekarte und Reservierungslink, Social-Media-Inhalte wie Reels, lokale Anzeigen, Bewertungsmanagement und eine Website, auf der Reservierung oder Bestellung in wenigen Klicks gelingt. Gute Agenturen messen den Erfolg an Reservierungen und Bestellungen, nicht an Likes.

Wie bekomme ich mehr Gäste in mein Restaurant?

Pflegen Sie zuerst Ihr Google-Unternehmensprofil (Öffnungszeiten, Speisekarte, Fotos, Reservierungslink), denn dort entscheiden viele Gäste. Danach helfen wiederkehrende Kurzvideos, Anlässe wie Mittagstisch oder Events und ein aktiver Umgang mit Bewertungen.

Lohnt sich Instagram oder TikTok für Restaurants?

Für die meisten Restaurants ja, weil Essen, Atmosphäre und Menschen in Kurzvideos gut funktionieren. Wichtig ist Regelmäßigkeit und ein klarer nächster Schritt – Reservierungslink im Profil, Standort-Tag, Hinweis auf Mittagstisch oder Event.

Sollte ich über Lieferplattformen oder selbst bestellen lassen?

Plattformen bringen Reichweite und Neukunden, kosten aber Provision und gehören nicht Ihnen. Eigene Bestellwege bringen mehr Marge und direkten Kundenkontakt, brauchen aber eigene Sichtbarkeit. Viele Betriebe fahren zweigleisig und lenken Stammgäste gezielt auf den eigenen Weg.

Wie gehe ich mit schlechten Google-Bewertungen um?

Sachlich, zeitnah und ohne Rechtfertigungsschleife antworten, das Anliegen ernst nehmen und einen direkten Kontakt anbieten. Falsche oder beleidigende Bewertungen können Sie über die Meldefunktion prüfen lassen. Gekaufte Bewertungen oder Gegenleistungen für Rezensionen verbietet Google.

Welche Kennzahlen sollte ein Restaurant im Marketing verfolgen?

Reservierungen nach Quelle, Klicks auf Route und Anruf im Google-Profil, eigene Online-Bestellungen, Auslastung zu schwachen Zeiten, Anteil Stammgäste und durchschnittliche Bewertung. Reichweite und Follower sind nur Zwischenwerte.

Was kostet Restaurant-Marketing?

Das hängt davon ab, welche Bausteine Sie brauchen – Content-Produktion, Social-Media-Betreuung, Anzeigen, Website – und wie viel Ihr Team selbst übernimmt. Wir nennen keine Pauschalpreise; schicken Sie uns Ihre Situation per WhatsApp, dann erhalten Sie ein konkretes Angebot.

Mehr Reservierungen, weniger Abhängigkeit

Erzählen Sie uns kurz von Ihrem Lokal und Ihren schwachen Zeiten – wir antworten mit konkreten nächsten Schritten.

Jetzt Nachricht schicken Oder anrufen: 01097079170