Kurzantwort

Webdesign Kosten hängen weniger vom Design als von der Arbeitszeit ab: Anzahl der Seiten, wer die Texte schreibt, Fotos, Sprachen, Funktionen wie Terminbuchung sowie Tracking und Pflege nach dem Start. Ein Baukasten kostet ein Abo plus viel eigene Zeit, ein Freelancer rechnet meist pro Projekt oder Stunde, eine Agentur bündelt oft Konzept, Texte, Technik und Messung. Belastbare Marktpreise gibt es kaum; vergleichen Sie Angebote deshalb über Stunden, Leistungsumfang und Folgekosten. Für Dienstleister zählt am Ende, ob die Seite Anrufe und Anfragen bringt.

Warum Preisangaben zu Webdesign so weit auseinanderliegen

Wer nach Webdesign Kosten sucht, findet Spannen von wenigen Hundert bis zu mehreren Zehntausend Euro. Das wirkt beliebig, hat aber einen einfachen Grund: Unter „Website“ werden völlig verschiedene Produkte verkauft. Ein Baukasten-Abo mit Vorlage, eine individuell gestaltete Seite vom Freelancer und ein Projekt mit Konzept, Texten, Fotos, Tracking und Betreuung durch eine Agentur haben kaum mehr gemeinsam als den Namen.

Viele Ratgeber nennen konkrete Marktpreise, ohne zu sagen, woher sie stammen. Wir machen das bewusst nicht. Eine der wenigen belegten Angaben stammt vom Vergleichsportal Trustlocal, das auf Basis eigener Anfragedaten (Stand 2026) einen typischen Bereich von etwa 2.000 bis 8.000 Euro nennt – ohne Angaben zu Stichprobe oder Methode. Nutzen Sie solche Zahlen als groben Rahmen, nicht als Kalkulation. Hilfreicher ist, die Kostentreiber zu verstehen und Angebote vergleichbar zu machen. Genau darum geht es in diesem Beitrag – mit Blick auf Dienstleister und Praxen, für die eine Website vor allem eines leisten soll: Anfragen.

Die sieben Kostentreiber einer Dienstleister-Website

Der Preis einer Homepage entsteht aus Arbeitszeit. Diese hängt fast vollständig von den folgenden Faktoren ab:

KostentreiberWenig AufwandViel Aufwand
Seitenzahl und StrukturOnepager oder fünf StandardseitenEigene Seite pro Leistung und pro Einsatzgebiet
TexteKunde liefert fertige TexteRecherche des Suchverhaltens, Konzept und Texte pro Seite
Fotos und VideosVorhandene BilderFotoshooting, kurze Erklärvideos, Bildbearbeitung
DesignAngepasste VorlageIndividuelles Layout mit eigenen Komponenten
MehrsprachigkeitEine SpracheZwei oder mehr Sprachen mit eigenen, nicht nur übersetzten Texten
FunktionenKontakt-Button, KarteOnline-Terminbuchung, Schnittstellen, Kundenbereich
Messung und PflegeKeineGA4, Anruf- und WhatsApp-Tracking, Updates, laufende Inhalte

Für Dienstleister sind meist Struktur und Texte die größten Hebel – und gleichzeitig die Posten, die in günstigen Angeboten fehlen. Eine Seite, die nur „Leistungen“ auflistet, wird selten über eine konkrete Suche wie „Badsanierung Wien Favoriten“ gefunden. Wie eine solche Struktur aussieht, zeigt unsere Seite zu Websites, die Anfragen bringen.

Baukasten, Freelancer oder Agentur im direkten Vergleich

Keine der drei Varianten ist grundsätzlich richtig. Entscheidend ist, was Sie selbst übernehmen können und wollen.

KriteriumHomepage-BaukastenFreelancerAgentur
KostenstrukturMonatliches Abo, Ihre eigene ZeitProjektpreis oder StundensatzProjektpreis, oft plus Betreuung
Ihr ZeitaufwandHoch: Texte, Bilder, AufbauMittel: Inhalte liefern, abstimmenGeringer: Input geben, freigeben
Texte und SuchmaschinenSelbstAbhängig vom Profil der PersonHäufig im Paket, im Angebot prüfen
AbhängigkeitAn Plattform gebunden, Umzug schwierigAn eine Person gebundenAn Vertrag gebunden, Team als Vertretung
Geeignet fürStart, sehr kleines Budget, viel EigenzeitKlares Projekt mit festen InhaltenWebsite plus Anzeigen, SEO und Messung aus einer Hand

Eine Faustregel: Je stärker die Website Anfragen aus Suchmaschinen und Anzeigen bringen soll, desto mehr zählen Konzept, Texte und Messung – und desto weniger der reine Gestaltungsaufwand.

Lieber mit konkretem Umfang rechnen?

Nennen Sie uns Branche, Leistungen und Einsatzgebiet per WhatsApp. Wir skizzieren, welche Seiten sinnvoll sind, und melden uns mit einer ersten Planung.

Webdesign Kosten kalkulieren: eine einfache Rechenformel

Seriöse Anbieter kalkulieren über Stunden. Mit derselben Logik können Sie ein Angebot auf Plausibilität prüfen: Kosten ≈ (Stunden Konzept + Design + Umsetzung + Texte + Tests) × Stundensatz + einmalige Fremdkosten.

Rechenbeispiel (rein hypothetisch, keine Marktpreise): Ein Malerbetrieb möchte eine Startseite, sechs Leistungsseiten, drei Seiten für Einsatzgebiete, Über-uns, Kontakt sowie Impressum und Datenschutz – also etwa 14 Seiten.

  • Konzept und Sitemap: angenommen 8 Stunden
  • Design auf Basis einer Vorlage: angenommen 12 Stunden
  • Umsetzung aller Seiten: angenommen 20 Stunden
  • Texte für 9 Leistungs- und Gebietsseiten: angenommen 18 Stunden
  • Tracking, Tests, Mobilprüfung, Einweisung: angenommen 7 Stunden

Das ergibt rund 65 Stunden. Multiplizieren Sie diese mit dem Stundensatz, den der Anbieter nennt, und vergleichen Sie das Ergebnis mit dem Festpreis. Liegt ein Angebot weit darunter, fehlt meist etwas – oft die Texte. Liegt es weit darüber, fragen Sie nach, welche Leistungen zusätzlich enthalten sind.

Landingpage erstellen lassen: was die Kosten dort bestimmt

Eine Landingpage ist eine einzelne Seite für eine Kampagne, zum Beispiel für Anzeigen zu „Klimaanlage Wartung“. Sie ist günstiger als eine komplette Website, aber nicht trivial. Kostentreiber sind hier vor allem der Text, der genau zur Suchanfrage passen muss, Vertrauenselemente wie echte Fotos, eine klare Handlung (Anruf oder WhatsApp) und die Messung jeder Anfrage. Wenn Sie Anzeigen schalten, lohnt der Blick auf die Kosten von Google Ads, denn eine schwache Landingpage verteuert jeden Klick, der nicht zur Anfrage wird.

Angebote richtig lesen: Fragen, die Sie stellen sollten

  1. Wer schreibt die Texte? Steht „Inhalte liefert der Kunde“ im Angebot, planen Sie viel eigene Zeit ein.
  2. Wie viele Seiten genau? „Bis zu 5 Seiten“ klingt klar, schließt aber oft Leistungs- und Gebietsseiten aus.
  3. Wie viele Korrekturschleifen? Zusätzliche Runden werden häufig nach Stunden berechnet.
  4. Wem gehören Domain, Hosting und Zugänge? Beides sollte auf Ihren Namen laufen, mit Administratorzugang für Sie.
  5. Ist Messung enthalten? Ohne GA4 und Erfassung von Anrufen und WhatsApp-Klicks wissen Sie später nicht, ob die Seite Anfragen bringt – siehe Tracking von Anrufen und Formularen.
  6. Was passiert nach dem Start? Updates, Sicherheitskopien und kleine Änderungen sind entweder im Vertrag geregelt oder werden einzeln berechnet.
  7. Wird an Suchmaschinen gedacht? Seitentitel, Beschreibungen, saubere Überschriften und Ladezeit gehören zur Grundausstattung; mehr dazu bei SEO und lokaler Sichtbarkeit.

Folgekosten nach dem Livegang, die oft vergessen werden

  • Domain und Hosting, jährlich oder monatlich
  • Lizenzen für Themes, Plugins, Schriften oder Bilddatenbanken
  • Technische Pflege: Updates des Content-Management-Systems, Sicherheitskopien
  • Rechtliche Pflichtseiten aktuell halten, etwa das Impressum nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz in Deutschland
  • Neue Inhalte: Leistungen, Gebiete, Teamfotos, Ratgeberbeiträge
  • Optional: Werbebudget für Anzeigen sowie Betreuung

Barrierefreiheit: kurz prüfen lassen

Seit dem 28. Juni 2025 gilt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für bestimmte Produkte und Dienstleistungen. Nach § 3 Abs. 3 BFSG gilt die Pflicht aus Abs. 1 nicht für Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen erbringen. Ob Ihre Website betroffen ist – etwa bei Online-Buchung mit Vertragsabschluss –, sollten Sie im Einzelfall rechtlich klären lassen. Dies ist keine Rechtsberatung. Gut lesbare Kontraste, Alternativtexte und klare Struktur nützen ohnehin allen Besuchern.

Webdesign für Praxen und Handwerksbetriebe: was sich unterscheidet

Praxen brauchen neben Leistungen auch Informationen zu Sprechzeiten, Anfahrt, Terminbuchung und Team. Inhalte müssen werberechtlich zurückhaltend sein; das treibt den Textaufwand. Eine Prüfliste dazu bietet die Checkliste für die Praxis-Website.

Handwerksbetriebe werden oft spontan gesucht, wenn etwas kaputt ist. Hier zählt, dass Leistung, Einsatzgebiet und Telefonnummer sofort sichtbar sind – auch auf dem Smartphone. Mehr Ansätze für diese Zielgruppe finden Sie unter Online-Marketing für Handwerker.

So arbeiten wir bei ZED an Websites für Dienstleister

Bei ZED Marketing ist eine Website kein Designprojekt, sondern ein Werkzeug für echte Anrufe und WhatsApp-Anfragen. Wir folgen dabei unserer veröffentlichten Methode:

  1. Suchverhalten lesen: Welche Leistung, welches Problem, welcher Stadtteil wird eingegeben?
  2. Struktur festlegen: Welche Leistungen und Gebiete brauchen eine eigene Seite?
  3. Jede Seite für eine Entscheidung schreiben, mit einem klaren nächsten Schritt.
  4. Anzeigengruppen mit der passenden Seite verbinden, nicht immer mit der Startseite.
  5. Anrufe, WhatsApp und Formulare per Conversion-Tracking messen und Änderungen auf Basis der Daten entscheiden.

Wie Kundschaft in verschiedenen Branchen sucht und entscheidet, beschreiben unsere Branchenanalysen, etwa zu Umzug, Klimatechnik, Reinigung, Medizin, Möbelhäusern und Immobilien. Für Betriebe im deutschsprachigen Raum wenden wir dieselbe Methode an. Preise nennen wir nicht pauschal: Sie schicken uns Eckdaten, wir antworten mit einer ersten Planung und einem Angebot.

Häufige Fragen

Was kostet eine einfache Homepage für Selbstständige?

Das hängt davon ab, wer welche Arbeit übernimmt. Mit einem Baukasten zahlen Sie vor allem ein Abo und investieren eigene Zeit. Lassen Sie die Seite erstellen, bestimmen Seitenzahl, Texte und Fotos den Preis. Lassen Sie sich mehrere Angebote mit Stundenangabe geben, damit Sie Leistungen und nicht nur Endsummen vergleichen.

Ist ein Festpreis oder ein Stundensatz besser?

Ein Festpreis gibt Planungssicherheit, wenn der Umfang klar beschrieben ist: Seitenzahl, Texte, Korrekturschleifen, Funktionen. Ein Stundensatz passt eher zu Projekten, deren Umfang sich noch entwickelt. In beiden Fällen sollten Sie wissen, was außerhalb des Umfangs liegt und wie Zusatzarbeiten abgerechnet werden.

Was kostet ein Website-Relaunch im Vergleich zur Neuerstellung?

Ein Relaunch ist nicht automatisch günstiger. Vorhandene Texte und Bilder sparen Zeit, doch oft müssen Struktur und Inhalte neu gedacht werden. Zusätzlich fällt Aufwand an, damit alte Adressen per Weiterleitung auf neue Seiten zeigen und bestehende Sichtbarkeit in Suchmaschinen nicht verloren geht.

Kann ich Webdesign-Kosten steuerlich absetzen?

Ausgaben für die Unternehmenswebsite sind in der Regel betrieblich veranlasst. Ob sie sofort als Betriebsausgabe oder über mehrere Jahre abgeschrieben werden, hängt von Art und Umfang ab. Klären Sie das mit Ihrer Steuerberatung; dieser Hinweis ist keine steuerliche Beratung.

Wie lange dauert es, eine Website erstellen zu lassen?

Die Dauer hängt weniger von der Technik ab als davon, wie schnell Inhalte, Fotos und Freigaben vorliegen. Kleine Projekte mit fertigen Texten gehen deutlich schneller als Projekte, bei denen Leistungen, Gebiete und Texte erst erarbeitet werden. Lassen Sie sich einen Zeitplan mit Meilensteinen geben.

Lohnt sich eine eigene Website, wenn ich ein Google Unternehmensprofil habe?

Das Profil ist wichtig für die Kartenergebnisse, bietet aber nur begrenzt Platz. Eine Website erklärt Leistungen ausführlich, kann für einzelne Suchanfragen und Einsatzgebiete gefunden werden und dient als Zielseite für Anzeigen. Beides ergänzt sich: Das Profil verweist auf passende Seiten Ihrer Website.

Welche Kosten fallen jährlich für eine Website an?

Typisch sind Domain, Hosting, Lizenzen für Erweiterungen, technische Updates und Sicherheitskopien. Hinzu kommen Aufwände für neue Inhalte und gegebenenfalls Betreuung von Anzeigen oder Suchmaschinenoptimierung. Fragen Sie bei jedem Angebot gezielt nach diesen laufenden Posten, damit Sie die Gesamtkosten über mehrere Jahre vergleichen können.

Website planen, die Anfragen bringt

Schreiben Sie uns, was Sie anbieten und wo Sie tätig sind. Wir antworten mit einer ersten Struktur und einem Angebot – das Erstgespräch ist kostenlos.

Kostenlose Beratung starten Anrufen: 01097079170