Google-Ads-Kosten bestehen aus drei Teilen: dem Werbebudget, das Sie selbst festlegen, dem Preis pro Klick, der sich in einer Auktion aus Gebot, Anzeigenqualität, Zielseite und Wettbewerb ergibt, und gegebenenfalls dem Honorar für die Betreuung. Laut Google kann eine Kampagne an einzelnen Tagen bis zum Doppelten des Tagesbudgets ausgeben, im Monat aber höchstens etwa das 30,4-Fache. Einen festen Klickpreis pro Branche gibt es nicht. Für Dienstleister ist die entscheidende Kennzahl die Kosten pro Anfrage bzw. pro Auftrag – und die hängt stark von Zielseite und Tracking ab.
Drei Kostenebenen, die man auseinanderhalten muss
Wer nach „Google Ads Kosten“ sucht, meint meist eine von drei sehr unterschiedlichen Zahlen – und viele Missverständnisse entstehen, weil sie vermischt werden:
- Werbebudget (Mediabudget): das Geld, das direkt an Google fließt. Sie legen es selbst fest und zahlen nur für tatsächliche Klicks oder andere vereinbarte Interaktionen.
- Kosten pro Klick (CPC): der Preis eines einzelnen Klicks. Er ergibt sich aus der Auktion und schwankt je nach Suchbegriff, Region, Uhrzeit und Wettbewerb.
- Betreuungskosten: das Honorar einer Agentur oder die eigene Arbeitszeit für Einrichtung, Pflege, Auswertung – plus ggf. Kosten für Landingpages und Tracking.
Für einen Dienstleister zählt am Ende aber eine vierte Zahl, die in keiner Preisliste steht: die Kosten pro Anfrage bzw. pro gewonnenem Auftrag. Um sie geht es in diesem Beitrag.
Wie Google den Klickpreis bestimmt
Google Ads ist kein Festpreis-Katalog, sondern eine Auktion, die bei jeder einzelnen Suche neu stattfindet. Laut der offiziellen Erklärung zur Funktionsweise der Google-Ads-Auktion hängt der Anzeigenrang unter anderem vom Gebot, von der Qualität der Anzeige und der Zielseite, von Mindestschwellen für den Anzeigenrang, vom Wettbewerb in der Auktion, vom Kontext der Suche und von der erwarteten Wirkung von Assets ab. Eine hochwertige Anzeige mit passender Zielseite kann also eine bessere Position erreichen als ein Mitbewerber mit höherem Gebot.
Wichtig für die Kostenplanung: Sie zahlen nicht automatisch Ihr Maximalgebot. Nach der Google-Definition des tatsächlichen CPC wird meist nur der Betrag berechnet, der nötig ist, um den Anzeigenrang des direkt nachfolgenden Werbetreibenden zu übertreffen und die Schwellen zu erreichen – das ist oft weniger als das Maximalgebot. Bei automatischen Gebotsstrategien oder Gebotsanpassungen kann der tatsächliche Klickpreis jedoch auch darüber liegen, und Platzierungen ganz oben haben in der Regel höhere Schwellen.
Daraus folgt: Seriöse Angaben wie „ein Klick kostet in Ihrer Branche X Euro“ lassen sich ohne Blick in die konkrete Region und die konkreten Suchbegriffe kaum machen. Der Keyword-Planer im Google-Ads-Konto liefert Schätzungen für Ihr Gebiet – das ist eine bessere Grundlage als pauschale Branchenlisten ohne Quelle.
Monatsbudget: was Google bei Tagesbudgets tatsächlich ausgeben darf
Gesteuert wird das Budget über das durchschnittliche Tagesbudget einer Kampagne. Laut Google-Hilfe zu Tagesbudgets kann die Ausgabe an einzelnen Tagen bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets betragen; über den Monat gerechnet zahlen Sie bei den meisten Kampagnen aber nicht mehr als das 30,4-Fache des durchschnittlichen Tagesbudgets. Bei 20 Euro pro Tag liegt das monatliche Limit also bei rund 608 Euro.
Praktisch heißt das: Planen Sie Monatsbudgets, rechnen Sie sie durch 30,4 und tragen Sie diesen Wert als Tagesbudget ein. Schwankungen an einzelnen Tagen sind normal und kein Fehler.
Wie viel Budget braucht Ihre Kampagne wirklich?
Nennen Sie uns Leistung, Region und Ziel. Wir antworten mit einer ersten Einschätzung zu Testbudget, Suchbegriffen und Messung.
Rechenbeispiel: vom Budget zu den Kosten pro Auftrag
Die folgenden Zahlen sind rein hypothetisch und sollen nur die Rechenlogik zeigen. Ihre tatsächlichen Werte hängen von Branche, Region, Angebot und Website ab.
| Schritt | Szenario A (Zielseite allgemein) | Szenario B (passende Leistungsseite, sauberes Tracking) |
|---|---|---|
| Monatsbudget (angenommen) | 900 € | 900 € |
| Durchschnittlicher CPC (angenommen) | 3,00 € | 3,00 € |
| Klicks | 300 | 300 |
| Anteil Klicks mit Anruf/WhatsApp/Formular (angenommen) | 4 % → 12 Anfragen | 8 % → 24 Anfragen |
| Kosten pro Anfrage | 75 € | 37,50 € |
| Anteil Anfragen, die zum Auftrag werden (angenommen) | 25 % → 3 Aufträge | 25 % → 6 Aufträge |
| Werbekosten pro Auftrag | 300 € | 150 € |
Die Lehre aus dem Beispiel: Bei identischem Budget und identischem Klickpreis entscheidet die Qualität von Zielseite und Kontaktweg über die Hälfte der Kosten pro Auftrag. Bevor Sie also das Budget erhöhen, lohnt sich ein Blick auf die Seite, auf der die Klicks landen. Was eine solche Seite kostet, beschreibt der Beitrag zu Webdesign-Kosten für Dienstleister.
Ob sich das lohnt, beantworten Sie mit einer einfachen Gegenrechnung: Werbekosten pro Auftrag im Verhältnis zum Deckungsbeitrag eines durchschnittlichen Auftrags. Bei Leistungen mit Folgeaufträgen (Wartungsverträge, Stammkunden) darf die erste Akquise teurer sein als bei einmaligen Kleinaufträgen.
Wovon die Kosten in Ihrer Branche abhängen
- Wettbewerb im Gebiet: In Großstädten bieten oft mehr Betriebe auf dieselben Begriffe als auf dem Land.
- Kaufabsicht des Suchbegriffs: „Notdienst + Ort“ ist meist teurer als ein allgemeiner Informationsbegriff, bringt aber häufiger Anfragen.
- Größe des Einzugsgebiets: Ein zu weiter Radius erzeugt Klicks, die nie Kunden werden.
- Ausschließende Keywords: Ohne sie bezahlen Sie Suchen wie „Job“, „Ausbildung“, „selber machen“ oder „kostenlos“.
- Qualität von Anzeige und Zielseite: Sie beeinflusst laut Google den Anzeigenrang und damit, wie viel Sie für eine Position zahlen.
- Werbezeiten: Anzeigen außerhalb der Erreichbarkeit führen zu Anrufen, die niemand annimmt.
- Messung: Ohne erfasste Anrufe und Nachrichten optimiert die Gebotsstrategie auf das Falsche.
Für Handwerks- und Servicebetriebe mit dringendem Bedarf gelten einige Besonderheiten, die wir auf der Seite Online Marketing für Handwerker ausführlicher beschreiben; ein Beispiel für Suchverhalten in einer solchen Branche ist unsere Branchenanalyse zum Klimaservice.
Google Ads Agentur Kosten: die üblichen Vergütungsmodelle im Vergleich
Neben dem Budget bei Google fallen bei externer Betreuung Honorare an. Konkrete Preise unterscheiden sich stark zwischen Anbietern; die Modelle selbst lassen sich aber gut vergleichen:
| Modell | So funktioniert es | Vorteil | Worauf achten |
|---|---|---|---|
| Feste Monatspauschale | Fixer Betrag für einen definierten Leistungsumfang | Planbar, unabhängig vom Budget | Was genau ist enthalten – Anzeigentexte, Landingpages, Reporting, Termine? |
| Prozent vom Werbebudget | Honorar steigt mit dem Mediabudget | Skaliert mit dem Aufwand bei großen Konten | Anreiz, das Budget zu erhöhen, statt Kosten pro Anfrage zu senken |
| Stundenbasis | Abrechnung nach tatsächlichem Aufwand | Transparent bei Einzelaufgaben, z. B. Audit | Laufende Kosten schwer vorherzusagen |
| Erfolgsabhängig | Vergütung pro Anfrage oder Umsatzanteil | Risiko wird geteilt | Klare Definition einer „Anfrage“; Messung muss beide Seiten überzeugen |
| Einrichtungsgebühr + laufende Betreuung | Einmaliger Aufbau, danach Pflege | Saubere Basis für Konto und Tracking | Wem gehört das Konto nach Ende der Zusammenarbeit? |
Unabhängig vom Modell sollten Sie klären: Läuft das Google-Ads-Konto auf Ihr Unternehmen? Wird das Werbebudget direkt von Ihnen an Google bezahlt? Welche Kennzahl wird berichtet – Klicks oder Anfragen? Und wie lang ist die Kündigungsfrist?
Ein Testbudget sinnvoll planen
Statt mit einer runden Zahl zu starten, leiten Sie das Testbudget aus Ihren Zielen ab:
- Leistung und Gebiet festlegen: zunächst ein bis zwei Leistungen mit hoher Kaufabsicht und klarem Radius.
- Klickpreise schätzen: mit dem Keyword-Planer für Ihre Region.
- Datenmenge bestimmen: Das Budget sollte genug Klicks ermöglichen, um nach einigen Wochen erkennen zu können, welche Suchbegriffe Anfragen bringen.
- Messung vorher einrichten: Anrufe, WhatsApp-Klicks und Formulare als Conversions – siehe Conversion-Tracking mit GA4 und Google Ads.
- Testzeitraum und Abbruchkriterium definieren: Ab welchen Kosten pro Anfrage wird angepasst oder gestoppt?
- Auswerten und umschichten: Budget von Begriffen ohne Anfragen zu Begriffen mit Anfragen verschieben.
So arbeiten wir bei ZED mit Google-Ads-Budgets
ZED Marketing betreut Kampagnen für Dienstleister und medizinische Betriebe mit einem erklärten Ziel: echte Anrufe und WhatsApp-Anfragen. Unsere Google-Ads-Arbeit setzt auf Suchbegriffe mit Kaufabsicht und Anruf-Tracking. Methodisch heißt das: Wir lesen zuerst das Suchverhalten Ihrer Kunden (Leistung, Problem, Ort), planen, welche Leistungen eine eigene Zielseite brauchen, verbinden jede Anzeigengruppe mit der passenden Seite statt pauschal mit der Startseite und messen Anrufe, WhatsApp und Formulare. Entscheidungen über Budget und Gebote treffen wir auf Basis dieser erfassten Daten, nicht nach Impressionen.
Feste Preise veröffentlichen wir nicht, weil Umfang und Markt sehr unterschiedlich sind. Schicken Sie uns Branche, Gebiet und Ziel – dann erhalten Sie eine erste Einschätzung und ein Angebot. Details zur Leistung finden Sie auf der Seite Google-Ads-Betreuung, das kostenlose Erstgespräch über die Kontaktseite. Ergänzend kann organische Sichtbarkeit über SEO die Abhängigkeit vom Werbebudget langfristig verringern.
Häufige Fragen
Was kostet Google Ads pro Monat mindestens?
Sie legen das Budget selbst fest und können mit kleinen Beträgen beginnen. Sinnvoll ist ein Budget aber erst, wenn es genug Klicks für Erkenntnisse liefert: Wer nur eine Handvoll Klicks im Monat einkauft, weiß nach Wochen immer noch nicht, welche Suchbegriffe Anfragen bringen. Leiten Sie das Budget deshalb aus geschätzten Klickpreisen in Ihrer Region und dem gewünschten Testumfang ab.
Warum zahle ich manchmal mehr als mein Tagesbudget?
Google erlaubt an einzelnen Tagen Ausgaben bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets, um Tage mit viel Nachfrage zu nutzen. Über den Monat gerechnet werden bei den meisten Kampagnen höchstens etwa 30,4 Tagesbudgets berechnet. Ein einzelner teurer Tag ist also kein Fehler, solange die Monatssumme stimmt.
Zahle ich bei Google Ads für jede Anzeigenschaltung?
Bei typischen Suchkampagnen mit Klick-Geboten zahlen Sie für Klicks, nicht für bloße Einblendungen. Es gibt andere Kampagnentypen und Gebotsoptionen mit anderen Abrechnungsarten. Prüfen Sie in den Kampagneneinstellungen, wofür Sie bezahlen, und messen Sie zusätzlich, welche Klicks zu Anrufen oder Nachrichten führen.
Was kostet eine Google Ads Agentur?
Das hängt vom Vergütungsmodell und vom Leistungsumfang ab: Pauschale, Prozent vom Budget, Stundenabrechnung oder erfolgsabhängige Modelle. Vergleichen Sie Angebote nicht nur nach Honorar, sondern danach, was enthalten ist, wem das Konto gehört und ob über Anfragen statt Klicks berichtet wird. Für ein individuelles Angebot schicken Sie uns Ihre Eckdaten per WhatsApp.
Lohnt sich Google Ads für kleine Dienstleister?
Oft ja, wenn Kunden aktiv nach Ihrer Leistung in Ihrer Region suchen und Sie schnell erreichbar sind. Weniger geeignet ist es, wenn kaum jemand nach dem Angebot sucht, die Zielseite schwach ist oder Anrufe nicht angenommen werden können. Ein klar begrenzter Test mit Messung zeigt, ob die Kosten pro Auftrag zu Ihrer Marge passen.
Wie kann ich die Kosten pro Klick senken?
Laut Google beeinflussen Anzeigenqualität und Zielseite den Anzeigenrang, sodass bessere Relevanz eine Position günstiger machen kann. Praktisch helfen eng gefasste Anzeigengruppen, passende Leistungsseiten, ausschließende Keywords und ein realistisch begrenztes Gebiet. Noch wichtiger als der Klickpreis ist allerdings, wie viele Klicks zu Anfragen werden.
Ist das Werbebudget im Agenturhonorar enthalten?
Das ist je nach Anbieter verschieden und sollte im Angebot eindeutig stehen. Transparent ist es, wenn Sie das Budget direkt an Google zahlen und die Agentur nur ihr Honorar berechnet. So sehen Sie jederzeit im eigenen Konto, wie viel ausgegeben wurde, und behalten die Kontohistorie bei einem Wechsel.
Werbegeld in Anfragen übersetzen
Im kostenlosen Erstgespräch prüfen wir, ob Google Ads für Ihr Angebot sinnvoll ist und wie Sie Kosten pro Anfrage messbar machen.
Jetzt Erstgespräch anfragen Anrufen: 01097079170