Kurzantwort

Eine gute Kanzleiwebsite verbindet drei Dinge: Rechtsgebietsseiten, die konkrete Mandantenfragen beantworten, einen rechtlich sauberen Rahmen mit vollständigem Impressum nach § 5 DDG inklusive Kammer und Berufsrecht, und eine sichere, einfache Mandatsanfrage. Die Darstellung muss nach § 43b BRAO sachlich bleiben, darf aber trotzdem klar, modern und überzeugend sein. Technisch zählen schnelle Ladezeiten, mobile Bedienbarkeit, verschlüsselte Formulare und eine Struktur, die Google und Mandanten gleichermaßen versteht.

Was eine Kanzleiwebsite leisten muss

Mandanten kommen meist mit einem akuten Problem auf eine Anwaltswebsite: eine Kündigung, ein Bußgeldbescheid, ein Streit ums Erbe, eine Abmahnung. Sie wollen in wenigen Sekunden wissen, ob die Kanzlei für ihr Anliegen zuständig ist, wie der erste Kontakt abläuft und ob die Kanzlei erreichbar ist. Eine Website, die vor allem die Kanzleigeschichte und ein Leitbild zeigt, beantwortet diese Fragen nicht. Webdesign für Anwälte ist deshalb zuerst Informationsarchitektur und erst dann Gestaltung.

Diese Seite konzentriert sich auf die Website selbst. Wenn Sie wissen möchten, wie Suchanzeigen, Bewertungen und Social Media die Kanzlei zusätzlich sichtbar machen, lesen Sie unsere Übersicht zum Marketing für Anwaltskanzleien.

Seitenstruktur: vom Rechtsgebiet zum konkreten Anliegen

Bewährt hat sich eine Struktur in drei Ebenen. Auf der obersten Ebene stehen die Rechtsgebiete, darunter folgen typische Anliegen, und von jeder Seite führt ein klarer Weg zur Anfrage. So entstehen Seiten, die für spezifische Suchanfragen relevant sind und Besuchern zeigen, dass die Kanzlei ihr Problem kennt.

EbeneBeispiel ArbeitsrechtInhalt
RechtsgebietArbeitsrecht für ArbeitnehmerÜberblick, Zielgruppe, zuständige Anwälte, Ablauf der Erstberatung
AnliegenKündigung erhaltenFristen allgemein erklärt, typische Fragen, was mitzubringen ist
AnliegenAufhebungsvertrag prüfenWorauf es ankommt, wann Beratung sinnvoll ist
VertrauenTeamseite BerufsträgerQualifikation, Fachanwaltstitel, Schwerpunkte, Foto
KontaktMandatsanfrageFormular, Telefon, Erreichbarkeit, Hinweise zur Vertraulichkeit

Rechtsgebietsseiten, die wirklich informieren

Eine starke Rechtsgebietsseite erklärt in verständlicher Sprache, wem die Kanzlei hilft, welche Situationen typisch sind, wie die erste Beratung abläuft und welche Unterlagen sinnvoll sind. Allgemeine Hinweise zu Kosten nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz oder zur Rechtsschutzversicherung nehmen Mandanten Unsicherheit. Vermeiden Sie Garantien zum Ausgang eines Verfahrens; sie wären weder sachlich noch seriös. Für die Auffindbarkeit sind eindeutige Überschriften, interne Verlinkung zwischen verwandten Themen und saubere Technik wichtig. Wie wir Seiten für die Suche aufbauen, zeigt unsere Seite zur organischen Sichtbarkeit bei Google.

Teamseiten und Bezeichnungen

Mandanten wählen eine Person, nicht nur eine Kanzlei. Teamseiten mit professionellem Foto, Werdegang, Fachanwaltstiteln und Schwerpunkten schaffen Vertrauen. Achten Sie auf die berufsrechtlich zulässigen Bezeichnungen: Fachanwaltstitel nur, wenn verliehen, und Angaben zu besonderen Kenntnissen nur, wenn sie belegbar sind.

Neue Kanzleiwebsite oder Relaunch geplant?

Nennen Sie uns Ihre Rechtsgebiete, die Zahl der Berufsträger und Ihre aktuelle Domain. Wir antworten mit einem ersten Plan für Struktur, Inhalte und Umsetzung.

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Pflichtangaben und Berufsrecht auf der Website

Seit dem Digitale-Dienste-Gesetz regelt § 5 DDG die Impressumspflicht, die früher im Telemediengesetz stand. Für Rechtsanwälte als reglementierten Beruf sind zusätzlich die zuständige Kammer, die gesetzliche Berufsbezeichnung mit dem Staat, in dem sie verliehen wurde, und die berufsrechtlichen Regelungen mit Fundstelle anzugeben. In vielen Kanzleiimpressen finden sich deshalb Verweise auf BRAO, BORA, FAO, RVG und die Berufsregeln der Rechtsanwälte der Europäischen Union.

  • Name, Rechtsform, Vertretungsberechtigte und ladungsfähige Anschrift
  • Telefon und E-Mail für eine schnelle Kontaktaufnahme
  • Zuständige Rechtsanwaltskammer mit Anschrift
  • Gesetzliche Berufsbezeichnung und Staat der Verleihung
  • Berufsrechtliche Regelungen und wo sie abrufbar sind
  • Umsatzsteuer-ID und Registerangaben, sofern vorhanden
  • Angaben zur Berufshaftpflichtversicherung nach der Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung, soweit einschlägig
  • Hinweise zur Verbraucherstreitbeilegung, soweit erforderlich

Für Österreich und die Schweiz gelten eigene Vorgaben, etwa das österreichische E-Commerce-Gesetz und die jeweiligen Standesregeln. Wir setzen die Inhalte technisch um, die rechtliche Prüfung des Impressums und der Datenschutzerklärung bleibt bei Ihnen oder einer beauftragten Fachperson. Diese Übersicht ist keine Rechtsberatung.

Sachlichkeit nach § 43b BRAO im Design

Sachliche Werbung heißt nicht langweiliges Design. Klare Typografie, echte Fotos der Kanzlei, ruhige Farben und präzise Texte wirken professionell. Problematisch sind dagegen reißerische Formulierungen, Erfolgsquoten ohne Kontext, Vergleiche mit Kollegen oder Pop-ups, die einen konkreten Interessenten zu einem Mandat drängen. Gute Gestaltung führt Besucher, ohne sie zu bedrängen.

Die Mandatsanfrage: sicher, einfach, vertraulich

Das Kontaktformular ist der wichtigste Teil der Kanzleiwebsite und zugleich der sensibelste. Mandanten teilen dort teils sehr persönliche Informationen. Gestalten Sie den Weg so, dass er einfach ist und trotzdem Vertraulichkeit wahrt.

  1. Wenige Pflichtfelder: Name, Kontaktweg, Rechtsgebiet und eine kurze Schilderung reichen für den ersten Schritt.
  2. Gegenseite abfragen: Ein optionales Feld zur Gegenseite erleichtert die Kollisionsprüfung.
  3. Hinweis zur Vertraulichkeit: Bitten Sie darum, im ersten Kontakt noch keine Unterlagen oder sensiblen Details zu senden.
  4. Verschlüsselte Übertragung: Die gesamte Website läuft über HTTPS, das Formular sendet nur an ein geschütztes Kanzleipostfach.
  5. Klare Datenschutzinformation: Zweck, Speicherdauer und Rechte der Betroffenen verständlich erklären.
  6. Erwartungen setzen: Sagen Sie, wie und wann die Kanzlei sich meldet und dass mit der Anfrage noch kein Mandat zustande kommt.

Ob Sie zusätzlich einen Messenger anbieten, sollte die Kanzlei bewusst entscheiden, denn nicht jeder Kanal eignet sich für vertrauliche Inhalte. Damit Sie wissen, welche Seiten Anfragen auslösen, richten wir datenschutzfreundliches Conversion-Tracking ein, das ohne Einwilligung keine Marketing-Cookies setzt.

Technik, Geschwindigkeit und Barrierefreiheit

Viele Mandanten suchen mobil, oft in Stresssituationen. Eine Kanzleiwebsite muss deshalb schnell laden, auf kleinen Bildschirmen gut lesbar sein und Telefon sowie Anfrage mit einem Fingertipp erreichbar machen. Barrierefreie Gestaltung mit ausreichendem Kontrast, klaren Überschriften und bedienbaren Formularen hilft allen Besuchern; ob gesetzliche Vorgaben zur Barrierefreiheit für Ihr Angebot gelten, sollten Sie gesondert prüfen. Strukturierte Daten für Kanzlei, Adresse und Öffnungszeiten unterstützen die Darstellung in der Suche. Wie wir Websites technisch und gestalterisch umsetzen, beschreibt unsere Seite zu Websites und Landingpages.

Typische Schwächen bestehender Kanzleiwebsites

SchwächeFolgeLösung
Alle Rechtsgebiete auf einer SeiteSchwache Rankings, unklare BotschaftEigene Seite pro Rechtsgebiet und Anliegen
Veraltetes Impressum mit TMG-VerweisFormale AngriffsflächeAktualisierung auf DDG und Prüfung
Formular ohne VertraulichkeitshinweisUnsichere Mandanten, zu viele DetailsKlare Hinweise und minimale Felder
Langsame mobile LadezeitAbsprüngeBilder optimieren, schlankes System
Keine TeamfotosAnonymer EindruckProfessionelle, echte Porträts

Wenn Sie eine bestehende Website erneuern, ist die Umzugsplanung entscheidend, damit gewachsene Rankings nicht verloren gehen. Die wichtigsten Kostenfaktoren eines Projekts erklärt unser Beitrag zu Kosten für Webdesign.

Ablauf eines Kanzlei-Webprojekts

Ein Website-Projekt für eine Kanzlei scheitert selten an der Technik, sondern meist an Texten, die nie fertig werden, oder an Abstimmungen zwischen mehreren Partnern. Ein klarer Ablauf mit festen Zuständigkeiten verhindert das.

  1. Bestandsaufnahme: Rechtsgebiete, Zielmandanten, vorhandene Inhalte, aktuelle Rankings und Anfragewege erfassen.
  2. Struktur festlegen: Seitenbaum mit Rechtsgebieten, Anliegen, Teamseiten und Kontaktwegen abstimmen.
  3. Inhalte erarbeiten: Texte entstehen in kurzen Interviews mit den Berufsträgern und werden von der Kanzlei fachlich freigegeben.
  4. Design und Umsetzung: Gestaltung auf Basis echter Inhalte statt Platzhaltertext, zuerst für das Smartphone.
  5. Prüfung vor dem Start: Impressum, Datenschutz, Formulare, Ladezeit und Weiterleitungen alter Adressen testen.
  6. Start und Auswertung: Anfragen, Suchsichtbarkeit und Nutzerverhalten in den ersten Monaten beobachten und nachschärfen.

Ähnliche Anforderungen an Vertraulichkeit und sachliche Darstellung kennen wir aus dem Gesundheitswesen; wie wir dort vorgehen, zeigt unsere Seite zum Webdesign für Arztpraxen. Wer zusätzlich schnell Anfragen für ein einzelnes Rechtsgebiet gewinnen möchte, kann die neue Website mit gezielten Suchanzeigen bei Google verbinden.

So setzt ZED Kanzleiwebsites um

ZED Marketing baut Websites und Landingpages für Dienstleister und verbindet sie bei Bedarf mit SEO, Google Ads und Conversion-Tracking. Für Kanzleien beginnen wir mit der Struktur der Rechtsgebiete, entwickeln Texte gemeinsam mit den Berufsträgern und setzen ein schnelles, mobil optimiertes Design um. Beispiele unserer Arbeit für andere Dienstleistungsbranchen finden Sie in den Fallstudien. Für ein Erstgespräch nutzen Sie WhatsApp, Telefon oder unsere Kontaktseite.

Häufige Fragen

Was muss im Impressum einer Anwaltskanzlei stehen?

Neben den allgemeinen Angaben nach § 5 DDG wie Name, Anschrift, Kontaktmöglichkeiten und gegebenenfalls Registereintrag und Umsatzsteuer-ID verlangen reglementierte Berufe zusätzliche Angaben: die zuständige Rechtsanwaltskammer, die gesetzliche Berufsbezeichnung und den Staat, in dem sie verliehen wurde, sowie die berufsrechtlichen Regelungen und wo sie zugänglich sind. Hinzu kommen je nach Fall Angaben zur Berufshaftpflichtversicherung und zur Verbraucherstreitbeilegung. Lassen Sie das Impressum fachlich prüfen.

Dürfen Anwälte auf ihrer Website werben?

Ja, im Rahmen von § 43b BRAO. Werbung ist erlaubt, soweit sie über die berufliche Tätigkeit in Form und Inhalt sachlich unterrichtet und nicht auf die Erteilung eines Auftrags im Einzelfall gerichtet ist. Eine informative Kanzleiwebsite mit Rechtsgebieten, Team und Kontaktwegen ist damit grundsätzlich unproblematisch. Grenzfälle sollten Sie mit Ihrer Kammer klären; dies ist keine Rechtsberatung.

Darf ich mich auf der Website als Spezialist bezeichnen?

Hier ist Vorsicht geboten. Fachanwaltsbezeichnungen dürfen nur geführt werden, wenn sie verliehen wurden. Für andere Bezeichnungen, die besondere Kenntnisse behaupten, verlangt das Berufsrecht, dass diese tatsächlich vorliegen und belegbar sind. Formulierungen wie Tätigkeitsschwerpunkt oder Interessenschwerpunkt sollten Sie bewusst wählen und mit Ihrer tatsächlichen Erfahrung abgleichen.

Wie gestalte ich ein datenschutzkonformes Mandatsanfrage-Formular?

Mit verschlüsselter Übertragung, möglichst wenigen Pflichtfeldern, einer klaren Datenschutzinformation und dem Hinweis, im ersten Kontakt noch keine sensiblen Unterlagen oder Details zu senden. Die Daten sollten nur an ein geschütztes Kanzleipostfach gehen und nicht in Drittanbieter-Tools landen, die nicht vertraglich abgesichert sind. Die Gegenseite abzufragen hilft bei der Kollisionsprüfung.

Wie viele Seiten braucht eine Kanzleiwebsite?

Mindestens eine Startseite, eine eigene Seite pro Rechtsgebiet, Teamseiten der Berufsträger, eine Kontaktseite mit Anfahrt, Impressum und Datenschutzerklärung. Kanzleien mit mehreren Schwerpunkten profitieren von Unterseiten für typische Anliegen, etwa Kündigung im Arbeitsrecht oder Erbausschlagung im Erbrecht. Wichtiger als die Menge ist, dass jede Seite eine echte Frage beantwortet.

Was kostet eine Website für Anwälte?

Das hängt von der Zahl der Rechtsgebiete und Unterseiten, dem Textaufwand, Fotografie, Mehrsprachigkeit, Schnittstellen etwa zur Terminbuchung und dem Pflegeaufwand ab. Ein Überblick über die Kostenfaktoren steht in unserem Beitrag zu Webdesign-Kosten. Für ein konkretes Angebot schicken Sie uns Ihre Anforderungen per WhatsApp.

Sollte die Kanzleiwebsite einen Blog haben?

Ein Fachblog lohnt sich, wenn Sie regelmäßig verständliche Beiträge zu häufigen Mandantenfragen veröffentlichen können. Solche Artikel bringen Besucher über die Suche und zeigen Kompetenz. Ein Blog mit drei Beiträgen aus vergangenen Jahren wirkt dagegen eher nachteilig. Planen Sie realistisch und lieber weniger, dafür gepflegte Inhalte.

Eine Kanzleiwebsite, die sachlich überzeugt

Schicken Sie uns Ihre Rechtsgebiete und Ihre aktuelle Website. Sie erhalten einen ersten Strukturvorschlag und ein Angebot.

Per WhatsApp anfragen Tel. 01097079170