Kurzantwort

Eine gute Google-Ads-Agentur erkennen Sie an fünf Dingen: Das Konto gehört Ihnen, Berichte zeigen Anfragen statt nur Klicks, der Leistungsumfang steht schriftlich fest, die Vertragsbindung ist kurz und das Vorgehen ist erklärbar. Prüfen Sie mit zwölf Fragen, wie Anrufe, WhatsApp und Formulare gemessen werden, wer Ihr Konto betreut und was beim Ausstieg passiert.

Brauchen Sie überhaupt eine Agentur?

Bevor Sie Angebote einholen, lohnt eine nüchterne Vorfrage. Google Ads lässt sich bei einer Leistung, einem Gebiet und kleinem Budget selbst betreuen, wenn Sie sich einarbeiten und Messung sauber einrichten. Eine Agentur lohnt sich eher, wenn mehrere Leistungen oder Gebiete zu strukturieren sind, wenn Messung fehlt oder wenn Ihnen schlicht die Zeit für wöchentliche Auswertungen fehlt. Wie das Verhältnis zu SEO aussieht, erklärt SEO oder Google Ads.

Wer nach einer Agentur sucht, stößt auf Ratgeber, die Auswahlkriterien nennen. Wir haben mehrere gelesen, darunter Beiträge von Ostend Digital und onlinemarketing.de. Gemeinsam ist ihnen eine gute Grundliste: Kontoinhaberschaft, Berichte, kurze Laufzeit, fester Ansprechpartner. Bei lokalen Dienstleistern bleiben jedoch Fragen offen: Wie werden Anrufe und WhatsApp-Klicks gemessen? Wer entscheidet, was eine passende Anfrage ist? Was kostet die Betreuung im Verhältnis zum Auftragswert? Was bekommen Sie beim Ausstieg zurück? Diese Lücken füllt der folgende Fragebogen.

Zwölf Prüffragen im Überblick

ThemaFrage an die AgenturGute AntwortWarnsignal
KontoWem gehört das Konto?Ihnen, Agentur mit ZugriffsrechtenAgentur-Konto, Sie haben keinen Zugang
VorgehenWie starten Sie bei uns?Analyse von Leistungen, Gebiet, Auftragswert vor AufbauSofort-Start mit Standardvorlage
StrukturWie bauen Sie die Kampagnen auf?Nach Leistungen und Gebieten getrenntEine Kampagne für alles
MessungWie messen Sie Anrufe, WhatsApp, Formulare?Eigener Messpunkt je Kontaktweg, Test vor StartNur Klicks und Impressionen
QualitätWie bewerten wir Anfragen?Gemeinsame Definition einer passenden Anfrage"Lead ist Lead"
SuchbegriffeWie schließen Sie Unpassendes aus?Laufende Pflege des SuchbegriffsberichtsKeine ausschließenden Begriffe
ZielseitenWohin führen die Anzeigen?Passende LeistungsseiteStartseite für alle
BerichteWas sehen wir wie oft?Anfragen, Kosten, Änderungen, verständlichPDF mit Eitelkeitszahlen
BetreuungWer ist Ansprechpartner, wie viele Konten betreut er?Benannte Person, nachvollziehbare AuslastungWechselnde Ansprechpartner
LaufzeitWie lange sind wir gebunden?Kurz, danach monatlich kündbarLange Bindung bei unklarem Umfang
KostenWas ist enthalten, was kostet extra?Schriftliche ListePauschale ohne Aufschlüsselung
AusstiegWas erhalten wir bei Ende?Konto, Daten, Zugänge, DokumentationDaten bleiben bei der Agentur

Laut einem Beispiel auf onlinemarketing.de sind 100 betreute Konten bei 40 Wochenstunden rechnerisch nur etwa 24 Minuten pro Konto und Woche. Das ist kein Beleg gegen große Agenturen, aber ein guter Grund, nach Auslastung zu fragen.

Vertragspunkte, die Sie schriftlich haben sollten

  • Leistungsumfang: Einrichtung, laufende Pflege, Anzeigentexte, Zielseiten, Messung, Berichte, Besprechungen.
  • Kontoinhaberschaft und Zugriffsrechte, inklusive Übergabe am Vertragsende.
  • Abrechnung des Werbebudgets: direkt über Ihr Konto oder über die Agentur, mit Nachweis.
  • Laufzeit, Kündigungsfrist und was bei Kündigung mit laufenden Kampagnen passiert.
  • Berichtsrhythmus und Form, am besten mit Beispielbericht.
  • Verantwortliche Person und Vertretung.
  • Umgang mit Zugangsdaten, Datenverarbeitung und Einwilligungen, abgestimmt mit Ihrer Rechtsberatung.

Zur Laufzeit: Ostend Digital nennt drei Monate Mindestlaufzeit mit anschließender monatlicher Kündigung als fair, onlinemarketing.de verweist darauf, dass manche Agenturen sechs bis zwölf Monate verlangen, und rät zu kurzen Laufzeiten. Beides sind Einschätzungen von Agenturen beziehungsweise Fachportalen, keine Normen. Für Sie zählt, ob die Bindung zum Aufwand der Einrichtung passt.

Was eine Agentur kosten darf: die Faktoren

Nennen Sie Agenturen früh Ihr Werbebudget und Ihren Auftragswert. Sonst vergleichen Sie Angebote, die nicht dasselbe leisten. Marktangaben sind Orientierung: Ostend Digital nennt für kleine und mittlere Unternehmen 800 bis 3.000 Euro im Monat Agenturkosten ohne Werbebudget und stundenbasiert 80 bis 150 Euro (Stand 2026). Dort gilt ein Preis von 200 bis 400 Euro im Monat als Warnsignal, weil kaum Zeit für Pflege bleibe. Diese Zahlen sind unabhängig nicht belegt; behandeln Sie sie als Gesprächsgrundlage.

KostenfaktorWarum er den Preis bewegt
Zahl der Leistungen und GebieteMehr Kampagnen, mehr Pflege
WerbebudgetMehr Budget erfordert mehr Kontrolle
Messung und BerichteEinrichtung, Tests, laufende Prüfung
ZielseitenNeue Seiten oder Anpassungen kosten extra
AbstimmungsintensitätHäufige Gespräche, Auswertungen vor Ort
Wettbewerb in Ihrem MarktMehr Tests und Anpassungen nötig

Wie Sie Budget aus Ihren Zahlen herleiten, zeigt Google-Ads-Budget planen; die Kosten pro Anfrage rechnen Sie mit Kosten pro Lead berechnen. Allgemeine Kostentreiber stehen in Google-Ads-Kosten.

Rechenbeispiel zur Einordnung (hypothetisch)

Die folgenden Zahlen sind frei gewählt und sollen nur die Logik zeigen, keine Erwartung. Angenommen, ein Auftrag bringt 600 Euro Umsatz bei 40 Prozent Marge, also 240 Euro Rohertrag. Kostet eine passende Anfrage 60 Euro Werbebudget und wird jede dritte Anfrage zum Auftrag, liegen die Werbekosten pro Auftrag bei 180 Euro. Kommt die Agenturgebühr hinzu, bleibt je nach Auftragsmenge wenig oder nichts übrig. Dann wäre vor einer Agentur zu klären, ob höhere Auftragswerte, eine bessere Annahmequote oder ein engeres Einsatzgebiet mehr bewirken als zusätzliches Budget. Eine gute Agentur rechnet das mit Ihnen durch, statt nur Budget zu empfehlen.

Bewertungsbogen für den Angebotsvergleich

Vergeben Sie für jede Agentur Punkte von 0 bis 2 pro Zeile: 0 für unklar oder fehlt, 1 für vorhanden, aber vage, 2 für schriftlich und nachvollziehbar. Gewichten Sie nur, was für Sie wichtig ist. Ein Anbieter mit der günstigsten Gebühr, aber vielen Nullen bei Messung, Konto und Ausstieg ist am Ende oft der teuerste.

KriteriumAgentur AAgentur BAgentur C
Kontoinhaberschaft beim Unternehmen0 / 1 / 20 / 1 / 20 / 1 / 2
Messung von Anruf, WhatsApp, Formular0 / 1 / 20 / 1 / 20 / 1 / 2
Leistungsumfang schriftlich0 / 1 / 20 / 1 / 20 / 1 / 2
Berichte mit Anfragen und Kosten0 / 1 / 20 / 1 / 20 / 1 / 2
Laufzeit und Ausstieg0 / 1 / 20 / 1 / 20 / 1 / 2
Verständnis Ihrer Leistung und Ihres Gebiets0 / 1 / 20 / 1 / 20 / 1 / 2
Ehrlichkeit über Grenzen von Google Ads0 / 1 / 20 / 1 / 20 / 1 / 2

Die ersten 30 Tage nach der Auswahl

Auch mit guter Auswahl entscheidet der Start. Klären Sie in der ersten Woche Zugriffe, Ziele und Definition einer passenden Anfrage. In der zweiten und dritten Woche sollten Messung, Kampagnenstruktur und Zielseiten geprüft sein. Erst danach lohnt es sich, Budget zu erhöhen. Am Ende des ersten Monats steht ein Termin, in dem Sie Suchbegriffe, Anfragen und die nächsten Änderungen besprechen. Erwarten Sie dabei keine Rechtfertigung durch Klickzahlen, sondern eine Auswertung, die Ihre Anfragen und deren Qualität zeigt. Hilfreich ist dafür der Aufbau aus Marketing-Kennzahlen für Dienstleister.

Das Erstgespräch: so gehen Sie vor

  1. Bereiten Sie drei Zahlen vor: Auftragswert, Marge, gewünschte Anfragen pro Monat.
  2. Nennen Sie Leistungen, Gebiet und Kapazität offen, auch Grenzen.
  3. Lassen Sie sich das Vorgehen der ersten vier Wochen schildern.
  4. Fragen Sie nach einem Beispielbericht, ohne Kundennamen, die nicht freigegeben sind.
  5. Prüfen Sie, ob die Agentur auch sagt, was nicht passt oder nicht funktioniert.
  6. Holen Sie mindestens zwei Angebote ein und vergleichen Sie nach Leistungsumfang.

Probephase statt Blindflug

Bei neuen Anbietern kann eine begrenzte Startphase sinnvoll sein: Einrichtung, Messung, ein erster Auswertungstermin. Legen Sie vorher fest, woran Sie den Fortschritt erkennen, zum Beispiel an funktionierender Messung, verständlichem Bericht und Suchbegriffen, die zu Ihren Leistungen passen. Verlangen Sie nicht nach dem ersten Monat eine Auftragsflut; Anzeigen brauchen Zeit, Daten zu sammeln. Für Messung empfehlen wir die Checkliste Conversion-Tracking prüfen.

Fragen zur Zusammenarbeit im Alltag

Neben Technik zählt der Alltag. Klären Sie, wie schnell Rückfragen beantwortet werden, über welchen Kanal Sie erreichbar sind und ob es feste Termine für Auswertungen gibt. Fragen Sie, wer Änderungen an Anzeigen und Budget freigibt: Sie, die Agentur oder beide gemeinsam. Gerade bei kleinen Budgets ist es hilfreich, wenn Änderungen kurz begründet werden. So lernen Sie, welche Suchbegriffe, Anzeigen und Zielseiten Anfragen bringen, und können später auch eigenständig entscheiden. Wer Wissen weitergibt, statt es zu verstecken, ist meist auf lange Sicht der bessere Partner.

Warnsignale im Verkaufsgespräch

  • Garantierte Anfragezahlen, Platzierungen oder feste Kosten pro Anfrage.
  • Das Konto läuft auf die Agentur.
  • Berichte mit Klicks, aber ohne Anrufe, Nachrichten und Formulare.
  • Keine Bereitschaft, Zugriffe und Daten nach Vertragsende zu übergeben.
  • Druck zur schnellen Unterschrift oder Sonderrabatt nur heute.
  • Referenzen ohne Möglichkeit, nachzufragen.
  • Kein Interesse an Ihrer Website und Ihrem Annahmeprozess.

Agentur, Freelancer oder Eigenbetrieb im Überblick

ModellStärkeRisikoPasst wenn
AgenturMehrere Fachleute, ProzesseWechselnde AnsprechpartnerMehrere Leistungen, Gebiete, Kanäle
FreelancerDirekter DrahtUrlaub, Ausfall, EinzelpersonEine klare Aufgabe, überschaubares Budget
EigenbetriebKontrolle, keine GebührZeit, LernkurveKleines Konto, eine Leistung

Was zu Ihrer Website gehört

Auch die beste Agentur kann eine schwache Zielseite nicht ausgleichen. Fragen Sie, ob Anzeigen auf passende Leistungsseiten führen und wer notwendige Anpassungen übernimmt. Was Websites leisten müssen, beschreibt Websites, wie Landingpages geprüft werden, Landingpage optimieren. Die Leistung selbst finden Sie unter Google Ads und speziell für Ihre Branche unter Google Ads für Dienstleister.

So arbeiten wir bei ZED

Wir gehen in vier Schritten vor: Analyse, Plan, Umsetzung, Anfragen messen. Zu unseren Leistungen gehören Google Ads, SEO, Websites, Social Media, Content-Videos und Conversion-Tracking. Die Abstimmung läuft bevorzugt per WhatsApp. Preise, Ergebnisse, Fristen oder Vertragslaufzeiten legen wir nicht vorab fest, sondern besprechen sie nach der Analyse. Möchten Sie unser Vorgehen mit anderen Angeboten vergleichen, nutzen Sie die Fragen oben auch bei uns; Kontakt über die Kontaktseite oder WhatsApp.

Häufige Fragen

Wie finde ich eine seriöse Google-Ads-Agentur?

Achten Sie auf Transparenz statt Versprechen: Kontoinhaberschaft beim Unternehmen, klare Berichte über Anfragen, kurze Vertragsbindung und ein benannter Ansprechpartner. Fragen Sie nach dem Vorgehen, nicht nur nach Referenzen. Seriöse Anbieter versprechen weder Rankings noch feste Anfragezahlen.

Was kostet eine Google-Ads-Agentur?

Die Spannen sind groß. Ostend Digital nennt für kleine und mittlere Unternehmen 800 bis 3.000 Euro im Monat ohne Werbebudget und stundenbasiert 80 bis 150 Euro (Stand 2026, Agenturangabe). Entscheidend ist, was im Leistungsumfang steckt, nicht der Betrag allein.

Wie lange sollte die Vertragslaufzeit sein?

Laut Ostend Digital gelten drei Monate Mindestlaufzeit mit anschließender monatlicher Kündigung als fair; onlinemarketing.de weist darauf hin, dass manche Agenturen sechs bis zwölf Monate verlangen und empfiehlt kurze Laufzeiten. Rechnen Sie die Bindung gegen den Aufwand der Einrichtung.

Muss das Google-Ads-Konto mir gehören?

Ja, das sollte der Normalfall sein. Sie sind Inhaber und Administrator, die Agentur erhält Zugriffsrechte. Nur so behalten Sie Kampagnenverlauf und Daten, falls Sie wechseln.

Ist ein Google-Partner-Siegel ein Qualitätsbeweis?

Es kann ein Hinweis sein, ersetzt aber keine Prüfung. Fragen Sie nach Vorgehen, Messung und Berichten. Ein Siegel sagt nichts darüber, ob die Agentur Ihre Branche, Ihr Gebiet und Ihre Annahmequote versteht.

Welche Berichte sollte ich erwarten?

Mindestens Anfragen nach Art (Anruf, Nachricht, Formular), Kosten pro Anfrage, relevante Suchbegriffe und was geändert wurde. Klickzahlen und Anzeigenaufrufe allein zeigen nicht, ob Aufträge entstehen.

Wie wechsle ich die Agentur ohne Datenverlust?

Wenn das Konto Ihnen gehört, entziehen Sie der alten Agentur die Zugriffsrechte und geben der neuen welche. Planen Sie eine Übergangszeit ein, in der Messung und Kampagnen geprüft werden, bevor Änderungen starten.

Brauche ich überhaupt eine Agentur?

Nicht immer. Bei kleinem Budget und einer Leistung kann Eigenbetrieb nach Einrichtung genügen. Eine Agentur lohnt sich eher, wenn mehrere Leistungen, Gebiete oder eine saubere Messung gefragt sind und Ihnen die Zeit fehlt.

Agentur-Angebote mit klaren Fragen vergleichen

Senden Sie uns Eckdaten zu Leistungen, Einsatzgebiet und bisherigen Anfragewegen. Wir antworten mit einem ersten Vorschlag.

Eckdaten per WhatsApp senden Jetzt anrufen: 01097079170