Kurzantwort

Die Google Search Console zeigt kostenlos, bei welchen Suchanfragen Ihre Seiten in Google erscheinen, wie oft sie angeklickt werden und auf welcher durchschnittlichen Position. Für Dienstleister reichen vier Handgriffe: Marken- von Nicht-Marken-Anfragen trennen, Seiten mit vielen Impressionen und wenig Klicks suchen, Anfragen ohne passende Seite finden und die Zahlen mit tatsächlichen Anfragen abgleichen. Mit einer festen Viertelstunde pro Woche entsteht daraus eine Aufgabenliste für Texte und Seiten, ohne Zusatzwerkzeug. Unten finden Sie eine Mustertabelle, eine Wochenroutine, ein hypothetisches Beispiel und eine Prüfliste.

Sie haben die Search Console eingerichtet, wissen aber nicht, was Sie damit anfangen sollen? Senden Sie uns zwei, drei Beobachtungen, wir geben eine erste Einschätzung.

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Was die Search Console misst, und was nicht

Die Search Console ist ein kostenloser Dienst von Google, der Daten zu Ihrer Sichtbarkeit in der Google-Suche liefert. Im Leistungsbericht stehen vier Kennzahlen: Klicks (wie oft jemand von Google auf Ihre Website gelangt ist), Impressionen (wie oft Ihre Seite in den Ergebnissen erschien), Klickrate (Klicks geteilt durch Impressionen) und durchschnittliche Position. Die Daten lassen sich nach Suchanfragen, Seiten, Ländern, Geräten und Darstellungsart gruppieren und für Zeiträume sowie Suchtypen (Web, Bild, Video, News) filtern. Die jüngsten Werte sind laut Google vorläufig und können sich noch ändern.

Was die Search Console nicht misst: Anrufe, Formulare, Nachrichten oder Aufträge. Sie sagt Ihnen, wie Menschen zu Ihnen finden, nicht, was sie danach tun. Für diesen zweiten Teil brauchen Sie die Messung von Kontakten, wie sie die Seite Tracking und Conversion beschreibt. Die Verbindung beider Welten macht aus Sichtbarkeit eine Entscheidungsgrundlage. Ebenso wichtig: Die „durchschnittliche Position“ ist ein Mittelwert über viele Anfragen, Geräte und Standorte. Eine Position von 7,3 heißt nicht, dass jeder Sie dort sieht.

Einrichtung in Kürze: Property, Bestätigung, Sitemap

Legen Sie in der Search Console eine Property für Ihre Domain an und bestätigen Sie die Inhaberschaft. Für Dienstleister mit einer Website reicht eine Domain-Property, die alle Varianten (mit und ohne www, http und https) zusammenfasst. Reichen Sie anschließend Ihre Sitemap ein. Prüfen Sie nach einigen Tagen, ob Seiten als indexiert gelistet werden. Wenn wichtige Leistungsseiten fehlen, liegt das Problem meist bei Technik, interner Verlinkung oder Qualität, nicht bei der Search Console. Eine Einführung in die inhaltlichen Grundlagen bietet der Beitrag SEO für Dienstleister: Grundlagen.

Fünf Blickwinkel auf dieselben Daten

Die Ansichten im Leistungsbericht beantworten jeweils eine andere Frage. Die Tabelle zeigt, welche Sie für Dienstleister brauchen.

AnsichtFrage, die sie beantwortetTypische Entscheidung
SuchanfragenMit welchen Wörtern erscheinen wir, und mit welchen nicht?Neue Seiten oder Abschnitte für Anfragen ohne Antwort
SeitenWelche Seiten tragen die Sichtbarkeit?Starke Seiten ausbauen, schwache prüfen
LänderKommen die Menschen aus dem Gebiet, das wir bedienen?Sprach- und Ortsbezug schärfen
GeräteErscheinen wir mobil anders als am Rechner?Mobile Darstellung und Ladezeit prüfen
Darstellung in der SucheNutzen wir besondere Ergebnisformate?Strukturierte Daten, Bewertungen, FAQ prüfen

Starten Sie nicht bei allen fünf, sondern bei den ersten beiden. Wer dort Muster erkennt, hat bereits genug Arbeit für den Monat.

Marken- und Nicht-Marken-Anfragen trennen

Die wichtigste Vorarbeit ist die Trennung nach Anfragen, die Ihren Firmennamen enthalten, und allen anderen. Markenanfragen zeigen, wie bekannt Sie sind; sie sind meist leicht zu gewinnen. Nicht-Marken-Anfragen zeigen, ob Sie neue Kundschaft erreichen. Im Leistungsbericht lässt sich ein Filter für Suchanfragen setzen, der Ihren Namen ausschließt. Nutzen Sie dafür die Option „Benutzerdefiniert (Regex)“ oder die Funktion „Enthält nicht“ und tragen Sie Schreibweisen Ihres Namens samt typischer Tippfehler ein. Betrachten Sie erst danach Klickzahlen. Ein Bericht, der nur Markenklicks zeigt, wirkt gut und sagt wenig über Wachstum.

Möchten Sie wissen, ob Ihre Sichtbarkeit nur aus Markenklicks besteht? Beschreiben Sie uns Ihre Website kurz, wir antworten mit einer ersten Einschätzung.

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Mustertabelle: Auffälligkeit, Deutung, nächster Schritt

Die folgende Tabelle ist das Herzstück der Auswertung. Sie übersetzt typische Muster in Aufgaben. Prüfen Sie jede Zeile mit Blick auf Ihre Daten, statt sie als Regel zu übernehmen.

Muster in den DatenMögliche DeutungNächster Schritt
Viele Impressionen, kaum Klicks, Position 3 bis 8Titel und Beschreibung überzeugen nicht oder passen nicht zur SuchabsichtSeitentitel und Beschreibung neu formulieren, Suchabsicht prüfen
Position 9 bis 20 bei kaufnahen AnfragenSeite ist relevant, aber noch nicht stark genugInhalt vertiefen, interne Links ergänzen, Beispiele und Tabellen aufnehmen
Anfrage taucht auf, aber auf einer unpassenden SeiteKeine eigene Seite für das Anliegen vorhandenNeue Leistungsseite anlegen und verlinken
Zwei Seiten konkurrieren um dieselbe AnfrageÜberschneidung der ThemenInhalte zusammenführen oder Rollen klar trennen
Klickrate mobil deutlich schlechter als am RechnerDarstellung oder Ladezeit mobilMobile Ansicht und Ladezeit prüfen, siehe Mobile Ladezeit und Anfragen
Starke Sichtbarkeit aus Ländern außerhalb des GebietsInhalte ohne Ortsbezug oder falsche SprachausrichtungEinzugsgebiet auf Seiten und im Google-Profil klar benennen
Sichtbarkeit sinkt nach RelaunchTechnische oder inhaltliche ÄnderungenURLs, Weiterleitungen und Inhalte mit dem alten Stand vergleichen

Die Wochenroutine: zwanzig Minuten, fünf Schritte

  1. Zeitraum vergleichen: Die letzten vier Wochen gegen die vier davor, jeweils vollständige Wochen, damit Wochentagseffekte sich ausgleichen.
  2. Nicht-Marken-Anfragen sortieren: Nach Impressionen absteigend, die ersten dreißig lesen.
  3. Auffälligkeiten notieren: Pro Zeile in der Mustertabelle ein Stichwort und eine Seite.
  4. Eine Aufgabe auswählen: Nicht zehn Änderungen gleichzeitig, sonst bleibt unklar, was gewirkt hat.
  5. Änderung eintragen: Datum und Seite in einer einfachen Liste, damit Sie später Ursache und Wirkung zuordnen können.

Wer diese Routine monatlich zusammenfasst, braucht dafür kein eigenes Werkzeug: Das monatliche Marketing-Reporting nimmt eine Seite mit den wichtigsten Zahlen auf. Welche Kennzahlen darüber hinaus sinnvoll sind, steht in Marketing-Kennzahlen für Dienstleister.

Ein hypothetisches Beispiel für eine Leistungsseite

Die Zahlen sind frei erfunden. Angenommen, die Seite „Heizungswartung“ eines Handwerksbetriebs erhält in vier Wochen 2.000 Impressionen und 40 Klicks, die Klickrate beträgt also 2 Prozent. Die durchschnittliche Position liegt bei 6. Die Suchanfrage „Heizung Wartung Preis“ bringt davon 600 Impressionen, aber nur 3 Klicks, weil der Seitentitel keinen Preisbezug hat und die Seite keine Kostenspanne nennt. Die Maßnahme wäre, einen ehrlichen Preisrahmen mit Einflussfaktoren in die Seite aufzunehmen und den Titel anzupassen. Wenn die Klickrate dieser Anfrage danach von 0,5 auf 2 Prozent steigt, wären das bei gleichen Impressionen 12 statt 3 Klicks. Das ist ein Gedankenspiel, keine Prognose: Ob und wie stark sich Werte ändern, hängt vom Wettbewerb und von der Suchabsicht ab.

KennzahlVorher (Beispiel)Nach Anpassung (Annahme)
Impressionen der Anfrage600600
Klickrate0,5 %2 %
Klicks312
Anfragen bei 5 % Kontaktrate0,150,6

Die letzte Zeile zeigt eine unbequeme Wahrheit: Bei kleinen Zahlen sind Schwankungen groß. Beurteilen Sie deshalb Muster über Wochen, nicht Einzelwerte. Ob und wie Preisangaben auf Leistungsseiten sinnvoll sind, erläutert der Beitrag Preise auf der Website nennen.

Anfragen ohne passende Seite finden: der unterschätzte Gewinn

Die ergiebigste Auswertung für Dienstleister ist oft die Suche nach Lücken. Filtern Sie die Suchanfragen mit vielen Impressionen und prüfen Sie bei jeder, auf welcher Seite Google sie anzeigt. Erscheint dort eine Startseite oder eine Übersichtsseite, obwohl die Anfrage ein konkretes Anliegen beschreibt, fehlt Ihnen vermutlich eine eigene Seite. Ein Beispiel: Ein Reinigungsbetrieb wird für „Büroreinigung Preise“ auf der allgemeinen Leistungsseite gelistet. Eine eigene Seite mit Kostenfaktoren, Ablauf und Beispielrechnung beantwortet die Frage besser und kann gezielter verlinkt werden. Achten Sie dabei auf Qualität statt Masse: Pro Anliegen eine Seite mit eigenem Nutzen, nicht zehn Varianten mit austauschbarem Text. Wie sich Ortsbezüge ohne dünne Seiten umsetzen lassen, zeigt der Beitrag Lokale Seiten ohne Doorway-Effekt. Und wie Sie den Text einer solchen Seite aufbauen, steht in Leistungsseiten texten.

Von der Sichtbarkeit zur Anfrage: Grenzen der Auswertung

Drei Grenzen sollten Sie kennen. Erstens fehlen einzelne Suchanfragen aus Datenschutzgründen in der Anzeige; die Summe der sichtbaren Anfragen entspricht daher nicht immer der Gesamtzahl der Klicks. Zweitens zeigt die Search Console Google-Suchen, nicht Karten-Einträge im Detail: Zur lokalen Sichtbarkeit sollten Sie ergänzend Ihr Google-Profil prüfen, wie in der Checkliste zur lokalen SEO und im Beitrag Google-Maps-Ranking verbessern beschrieben. Drittens sagt ein Klick nichts über Qualität. Stellen Sie deshalb Anfragen aus der Suche denen aus anderen Kanälen gegenüber und fragen Sie bei Neukunden nach, wie sie Sie gefunden haben.

Zusammenarbeit mit Agentur oder Texter: was Sie verlangen sollten

Wenn jemand für Sie SEO betreut, sollten Sie Zugriff auf die Search Console als Inhaber oder Nutzer haben. Lassen Sie sich Berichte zeigen, die Nicht-Marken-Anfragen, Seiten und Veränderungen enthalten, nicht nur Platzierungen für ausgewählte Begriffe. Fragen Sie nach der Begründung jeder Maßnahme und danach, wie der Erfolg gemessen wird. Hinweise zur Auswahl finden Sie im Beitrag SEO-Agentur auswählen; Kosten ordnet SEO-Kosten ein.

Wenn Sie Ihre Search-Console-Zahlen gemeinsam durchgehen möchten, schicken Sie uns ein, zwei Beobachtungen. Wir ordnen sie ein und schlagen eine erste Aufgabe vor.

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So arbeiten wir bei ZED mit Suchdaten

Auf unserer Seite SEO und in unserer Selbstdarstellung steht, dass wir Websites, Inhalte und Messung als zusammenhängendes System verstehen, das Anfragen erzeugen soll. Die Search Console ist dafür einer der Datenpunkte, neben erfassten Anrufen, WhatsApp-Nachrichten und Formularen. Wir nennen hier keine Messwerte aus Kundenprojekten, weil solche Zahlen von Branche, Region und Ausgangslage abhängen; einen Überblick über unsere Projekte bieten die Fallstudien. Wenn Sie wissen möchten, wie Suchinhalte in neuen KI-Antworten erscheinen, lesen Sie ergänzend SEO für KI-Suchmaschinen.

Prüfliste und typische Fehler

  • Domain-Property eingerichtet und Sitemap eingereicht?
  • Markenanfragen im Filter ausgeschlossen?
  • Wochenroutine festgelegt, mit Person und Termin?
  • Änderungen mit Datum notiert?
  • Berichte mit tatsächlichen Anfragen abgeglichen?

Häufige Fehler: Platzierung für ein einzelnes Wunschwort überbewerten, zu kurze Zeiträume vergleichen, viele Änderungen gleichzeitig vornehmen, Markenklicks als Wachstum deuten und die Daten nie mit Kontakten verbinden.

Der nächste Schritt: Ihre Search-Console-Daten in Aufgaben übersetzen

Schreiben Sie uns, ob Ihre Search Console bereits läuft und welche Seiten für Ihr Geschäft wichtig sind. Wir antworten mit einer ersten Einschätzung, welche Muster Sie zuerst prüfen sollten. Alle Leistungen sehen Sie unter Leistungen.

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