Kurzantwort

Planen Sie Anzeigen rund um Ferien, Feiertage und Betriebsurlaub in vier Phasen: Vorlauf, Betrieb mit Einschränkung, Pause und Wiederanlauf. Sammeln Sie zuerst Ihre Termine und Ihre Vorjahresdaten, legen Sie fest, wann Sie erreichbar sind, und stimmen Sie Budget, Anzeigenzeitplan und Texte darauf ab. Pausieren Sie nicht blind, sondern heben Sie das Budget danach schrittweise wieder an und prüfen Sie das Tracking. Allgemeine Nachfragezahlen brauchen Sie dafür nicht, Ihre eigenen Daten genügen.

Warum Ferien und Feiertage ein Planungsthema für Dienstleister sind

Für viele Dienstleister ist der Kalender kein neutraler Hintergrund, sondern ein Einflussfaktor auf Anfragen, Erreichbarkeit und Personal. Brückentage, Schulferien, Feiertage, Betriebsurlaub und die Zeit zwischen den Jahren verändern, wann Menschen suchen, anrufen und Termine wahrnehmen, und sie verändern, wann Ihr Team tatsächlich erreichbar ist. Wer das ignoriert, zahlt in der Urlaubszeit für Klicks, die niemand beantwortet, und verschenkt dafür Wochen, in denen Interessenten eigentlich Zeit hätten.

Verlässliche Aussagen über die Höhe der Nachfrage in einzelnen Wochen können wir Ihnen hier nicht liefern, denn sie hängt von Branche, Region und Jahr ab. Sie sind aber auch nicht nötig: Ihre eigenen Daten, also Anfragen der letzten ein bis zwei Jahre, zeigen für Ihren Betrieb mehr als jede allgemeine Behauptung. Dieser Beitrag liefert deshalb kein Nachfrage-Orakel, sondern ein Planungsverfahren für die Wochen, in denen sich bei Ihnen etwas ändert.

Wer eher saisonale Wetter- und Jahreszeiteffekte im Handwerk plant, findet Ideen im Beitrag Saisonale Kampagnen für Handwerker. Hier geht es um die Kalender-Seite für alle Dienstleister: Ferien, Feiertage und Betriebsurlaub.

Die eigene Datenbasis: Was Sie aus dem Vorjahr herauslesen

Bevor Sie Budget oder Zeitplan anpassen, sammeln Sie die Fakten aus Ihrem Betrieb. Dazu genügt eine Tabelle mit Wochen als Zeilen.

SpalteFrageQuelle
KalenderwocheWelche Woche war das?Kalender
BesonderheitFeiertag, Brückentag, Ferien, Betriebsurlaub, Messe, WetterlageEigene Notiz
AnfragenWie viele gingen ein, nach Kanal?Anrufliste, Formulare, Nachrichten
ErreichbarkeitWie viele Anfragen wurden angenommen?Telefon, Postfach
KostenWas wurde für Anzeigen ausgegeben?Google Ads
AufträgeWie viele wurden daraus?Betrieb

Wenn Sie keine Aufzeichnungen aus dem Vorjahr haben, beginnen Sie jetzt damit. Die Auswertung wird erst im nächsten Jahr besser, aber auch Ihre Erinnerung an das laufende Jahr ist ein Anfang. Wie Sie Anfragen aus Telefon und Nachrichten sauber erfassen, zeigt der Beitrag Tracking für Telefon und WhatsApp.

Welche Kalenderereignisse für Sie relevant sind

Nicht jeder Betrieb ist von jedem Ereignis betroffen. Die folgende Übersicht hilft, die für Sie wichtigen Zeiträume zu erkennen. Konkrete Termine entnehmen Sie den offiziellen Kalendern Ihres Bundeslandes, Kantons oder Landes, denn Ferien und Feiertage unterscheiden sich innerhalb des DACH-Raums.

EreignisMögliche Wirkung auf Ihren BetriebPlanungsfrage
Gesetzliche Feiertage und BrückentageEingeschränkte Erreichbarkeit, veränderte SuchzeitenSind wir erreichbar? Wer nimmt Anrufe an?
SchulferienMitarbeitende im Urlaub, Familien verreist oder zu HauseWie viele Termine können wir anbieten?
Eigener BetriebsurlaubKeine Leistung, keine ErreichbarkeitWelche Kampagnen pausieren, was sagt die Mailbox?
JahreswechselViele Betriebe geschlossen, Budgets im NeuplanWie nutzen wir die ruhigen Tage?
Wetter und JahreszeitJe nach Leistung stark unterschiedlichWelche Leistung ist jetzt gefragt?
Regionale Ereignisse (Messen, Feste, Baustellen)Verändertes Verkehrs- und SuchverhaltenErreichen wir unsere Kunden vor Ort?

Betriebsurlaub oder Ferienzeit steht an? Wir planen mit Ihnen Budget und Zeitplan.

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Der Planungskalender in sechs Schritten

  1. Termine sammeln: Feiertage, Brückentage, Ferien Ihres Einzugsgebiets und Ihren Betriebsurlaub für die kommenden zwölf Monate eintragen.
  2. Erreichbarkeit festlegen: Für jeden Termin klären, ob und wie das Telefon, das Postfach und die Terminbuchung besetzt sind.
  3. Phasen bilden: Den Kalender in Vorlauf, Betrieb, Pause und Wiederanlauf einteilen (siehe unten).
  4. Budget und Zeitplan zuordnen: Pro Phase Tagesbudget, Anzeigenzeiten und Gebiet festlegen.
  5. Angebote und Texte vorbereiten: Passende Anzeigentexte, Zielseitenhinweise und Antwortvorlagen früh erstellen.
  6. Auswerten und lernen: Nach jeder Phase die Zahlen in die Tabelle eintragen und Erkenntnisse für das nächste Jahr festhalten.

Vier Phasen statt einem Schalter

Eine Kampagne ist weder an noch aus. Besser ist es, den Ablauf rund um eine Pause oder Lücke in Phasen zu denken.

PhaseZeitraumBudgetInhalt
VorlaufEin bis drei Wochen vor der LückeNormal oder leicht erhöht, falls Kapazität da istTermine vor der Pause aktiv anbieten, Hinweis auf Schließzeit
Betrieb mit EinschränkungWährend Brückentagen oder TeilbesetzungReduziert, Zeitplan an Erreichbarkeit angepasstTexte mit klaren Öffnungszeiten, Rückruf-Zusage
PauseBetriebsurlaub, SchließzeitKampagnen pausiert oder auf Marke begrenztMailbox, Abwesenheitsnotiz, Formular mit Rückmeldezeit
WiederanlaufErste ein bis zwei Wochen nach der PauseSchrittweise wieder anhebenRückstau abarbeiten, Kapazität prüfen, Tracking kontrollieren

Die Reihenfolge verhindert zwei typische Fehler: Erstens, Budget auf null zu stellen und danach nichts mehr zu wissen, wie es weitergeht. Zweitens, nach der Pause sofort volle Werbung zu fahren, obwohl ein Stapel unbeantworteter Anfragen wartet.

Anzeigenzeitplan und Erreichbarkeit zusammen denken

Der Anzeigenzeitplan legt fest, wann Anzeigen ausgespielt werden. In Phasen mit eingeschränkter Erreichbarkeit lohnt es sich, ihn an die tatsächlichen Zeiten anzupassen, in denen jemand ans Telefon geht. Das kann bedeuten, Anzeigen auf den Vormittag zu legen, wenn nur eine Person besetzt ist, oder auf Formular- und Nachrichtenwege zu setzen, wenn Anrufe nicht angenommen werden. Eine ausführliche Anleitung bietet der Beitrag Anzeigenzeitplan und Erreichbarkeit.

Ergänzend sollten Öffnungszeiten im Unternehmensprofil, auf der Website und in den Anzeigen übereinstimmen. Sonderöffnungszeiten für Feiertage lassen sich im Profil hinterlegen; Hinweise dazu finden Sie im Beitrag Google Unternehmensprofil optimieren. Kündigen Sie Schließzeiten außerdem auf der Website sichtbar an, damit Besucher nicht vergeblich anrufen. Bei Änderungen an der Seite unterstützt die Leistung Websites.

Angebote und Botschaften je Phase

Zeiten, in denen Betriebe weniger ausgelastet sind, eignen sich für Angebote, die Auslastung glätten. Das müssen keine Rabatte sein. Möglich sind zum Beispiel zeitlich begrenzte Beratungstermine, Wartungspakete oder frühe Terminreservierungen für die Wochen nach der Pause. Formulieren Sie Angebote nur, wenn Sie sie erfüllen können, und nennen Sie Bedingungen klar. Rechtliche Vorgaben zu Preisangaben und Werbung unterscheiden sich je Branche; klären Sie diese im Zweifel mit Ihrer Berufsvertretung oder rechtlicher Beratung.

  • Vor der Pause: Termin sichern vor dem Urlaub, frühzeitig melden.
  • Während der Pause: Formular oder Nachricht mit fester Rückmeldung am ersten Arbeitstag.
  • Nach der Pause: Neue Termine ab konkretem Datum, Wartelistenplätze aktiv anbieten.
  • In ruhigen Wochen: Leistungen bewerben, die sich verschieben lassen, etwa Wartung oder Beratung.

Rechenbeispiel: Betriebsurlaub zwei Wochen

Alle Zahlen sind fiktiv und dienen nur zur Veranschaulichung der Rechenlogik.

Fiktive Beispielrechnung: Ein Betrieb gibt im Schnitt 500 Euro pro Woche für Anzeigen aus. Er schließt für zwei Wochen. Läuft die Werbung unverändert weiter, entstehen 1.000 Euro Kosten für Klicks ohne Betreuung. Angenommen, die Anfragekosten liegen bei 50 Euro, wären das 20 Anfragen, die zwei Wochen auf eine Antwort warten. Ein Teil dieser Interessenten würde in der Zwischenzeit anderswo anfragen. Wird die Werbung stattdessen in den beiden Wochen davor leicht angehoben und in der Schließzeit pausiert, lassen sich Termine vor dem Urlaub füllen.

Zeitraum (fiktiv)WochenbudgetMaßnahme
Zwei Wochen vor der Schließung550 EuroTermine bis zum Urlaubsbeginn anbieten
Schließzeit, zwei Wochen0 bis 100 EuroPausieren oder nur Marke, Hinweis auf Rückmeldung
Erste Woche danach300 EuroRückstau abarbeiten
Zweite Woche danach500 EuroNormalbetrieb

Ob das für Ihren Betrieb passt, hängt von Kapazität und Marge ab. Wie Sie Budget grundsätzlich planen, steht im Beitrag Budget in Google Ads planen. Wer wegen voller Kalender bremsen will, kann das Vorgehen aus dem Beitrag zur Steuerung nach Auslastung ergänzen.

Tracking in Sonderphasen

In Ferien- und Pausenzeiten verändern sich Ihre Zahlen, ohne dass das Konto schlechter geworden ist. Damit Sie diese Zeiten später richtig einordnen, sollten Sie jede Besonderheit im Kalender notieren und in der Auswertung markieren. Prüfen Sie außerdem vor jedem Wiederanlauf, ob Telefonnummern, Formulare und Messung noch funktionieren. Eine Checkliste dazu liefert der Beitrag Conversion-Tracking prüfen; die Einrichtung gehört zur Leistung Conversion-Tracking.

Checkliste vor jeder Betriebspause

  • Termine und Dauer der Pause stehen fest und sind intern abgestimmt.
  • Kampagnen sind pausiert oder auf eine sinnvolle Rumpfversion begrenzt.
  • Öffnungszeiten im Unternehmensprofil, auf der Website und in den Anzeigen sind aktuell.
  • Mailbox, Abwesenheitsnotiz und Formularbestätigung nennen Rückmeldezeitpunkt.
  • Wer prüft während der Pause Nachrichten und Notfälle, ist festgelegt.
  • Der Wiederanlauf ist geplant: Datum, Budgetstufen, Verantwortliche.
  • Nach der Pause wird das Tracking kontrolliert.
  • Erkenntnisse werden im Planungskalender für das nächste Jahr festgehalten.

Typische Fehler

  • Anzeigen weiterlaufen lassen, obwohl niemand ans Telefon geht.
  • Alle Kampagnen pausieren, ohne Wiederanlauf zu planen.
  • Öffnungszeiten nur auf der Website ändern, nicht im Unternehmensprofil.
  • Aus einer einzelnen Ferienwoche allgemeine Schlüsse über die Nachfrage ziehen.
  • Angebote bewerben, die in der Hauptzeit nicht eingehalten werden können.
  • Kalendertermine nicht notieren und später Zahlen falsch interpretieren.

So arbeiten wir bei ZED

ZED ist eine Digitalmarketing-Agentur für Dienstleistungsunternehmen und Praxen. Zu den Leistungen zählen Google Ads, SEO, Websites, Social Media, Content-Videos, Conversion-Tracking sowie Medizin-Marketing und Immobilien-Marketing. Bei der Kalenderplanung beginnen wir mit Ihren Terminen und Ihrer Erreichbarkeit, nicht mit allgemeinen Annahmen über die Nachfrage.

Senden Sie uns Eckdaten Ihres Betriebs per WhatsApp (01097079170) und erhalten Sie eine erste Einschätzung. Beispiele finden Sie auf den Fallstudien-Seiten. Ferien- und Feiertagstermine entnehmen Sie bitte den offiziellen Kalendern; Plattformfunktionen können sich ändern, prüfen Sie die aktuelle Google-Hilfe.

Häufige Fragen

Soll ich Google Ads im Betriebsurlaub pausieren?

Meist ja oder zumindest stark begrenzen, wenn niemand Anfragen beantwortet. Alternativ kann eine Rumpfversion mit klarem Hinweis auf die Rückmeldung am ersten Arbeitstag laufen.

Wie viel Vorlauf braucht die Planung?

Mindestens zwei bis vier Wochen vor der Pause, besser mehrere Monate. So können Sie Termine füllen, Texte vorbereiten und das Team einbinden.

Woher bekomme ich Ferien- und Feiertagstermine?

Aus den offiziellen Kalendern Ihres Bundeslandes, Kantons oder Landes. Die Termine unterscheiden sich im DACH-Raum, daher sollten Sie die Daten Ihres Einzugsgebiets verwenden.

Wie erfahre ich, ob Ferien meine Nachfrage verändern?

Vergleichen Sie Anfragen, Erreichbarkeit und Aufträge der entsprechenden Wochen aus den Vorjahren. Allgemeine Aussagen helfen wenig, Ihre eigenen Zahlen schon.

Wie gehe ich mit dem Wiederanlauf nach der Pause um?

Heben Sie das Budget schrittweise an, arbeiten Sie zuerst den Rückstau ab und prüfen Sie, ob Telefon, Formulare und Tracking funktionieren.

Was gehört in die Abwesenheitsnotiz und auf die Mailbox?

Zeitraum der Schließung, Datum der nächsten Erreichbarkeit, Hinweis für dringende Fälle und der Zeitpunkt, zu dem Sie sich zurückmelden.

Lohnt sich Werbung in ruhigen Wochen?

Das hängt von Ihrer Kapazität und Marge ab. Wenn Sie Leistungen anbieten, die sich gut verschieben lassen, kann gezielte Werbung die Auslastung glätten.

Ihre Kampagnen auf den Kalender abstimmen

Nennen Sie uns per WhatsApp Ihre Schließzeiten und Leistungen, dann erhalten Sie eine erste Einschätzung zur Phasenplanung.

Schließzeiten per WhatsApp senden Anrufen: 01097079170